ZVEI Das sind die neuen Vorsitzenden der Fachverbände ECS und PCB-ES

Redakteur: Kristin Rinortner

Der Februar 2021 ist Wahljahr beim ZVEI. Die beiden größten Fachverbände ECS und PCB-ES haben ihre Vorsitzenden mit Philip Harting (Harting) und Nicolas-Fabian Schweizer (Schweizer Electronic) gewählt. Zuvor wurde Bernhard Sattler zum Geschäftsführer Elektrische Antriebe im Fachverband Automation bestimmt.

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ZVEI: Als Vorsitzender des Fachverbands ECS wurde Philip Harting für weitere drei Jahre im Amt bestätigt.
ZVEI: Als Vorsitzender des Fachverbands ECS wurde Philip Harting für weitere drei Jahre im Amt bestätigt.
(Bild: Harting)

Während Philip Harting von den Mitgliedern des ZVEI-Fachverbands Electronic Components and Systems (ECS) als Fachverbandsvorsitzender für weitere drei Jahre im Amt bestätigt wurde, folgt Nicolas-Fabian Schweizer auf Johann Weber (Zollner Elektronik). Weber ist als Vorsitzender des Fachverbands Printed Circuit Boards and Electronic Systems (PCB-ES) zum Jahreswechsel in den Ruhestand gegangen. Weber wurde zum Ehrenvorsitzenden des Fachverbands gewählt.

Harting ist seit 2014 gewähltes Mitglied im Gesamtvorstand des ZVEI sowie seit 2017 Vorsitzender des Fachverbands ECS. Mit der erneuten Übernahme des Vorsitzes betont er die hohe Bedeutung der Branche in einer durch die Corona-Pandemie wirtschaftlich sehr schwierigen Phase. „Die Komponentenindustrie steht am Anfang der Wertschöpfungskette. Sie hat somit Einfluss auf alle Branchen der Elektroindustrie und ist für den Standort Deutschland sehr wichtig. Ob Industrie 4.0, Mobilität, Energie, Gebäude, Consumer oder Gesundheit – die Komponenten tragen maßgeblich zur Vernetzung und Intelligenz der Produkte in den genannten Sektoren bei“, erklärt Harting.

ZVEI-Code-of-Conduct überarbeiten

Darüber hinaus steht für Harting die Wahrnehmung gesellschaftlicher Verantwortung im Fokus. „Für uns hat unter anderem die Aktualisierung des ZVEI-Code-of-Conduct einen hohen Stellenwert. Die bereits 2008 im ZVEI entwickelten Grundsätze einer Unternehmensführung, die ökonomische, technologische, soziale und ökologische Folgen bedenkt, sind mittlerweile ein etablierter Branchenstandard. Diesen gilt es nun hinsichtlich aktueller Diskussionen sowie der zunehmenden Komplexität der globalen Lieferketten zu überarbeiten und zu stärken“, so Harting.

Der ECS repräsentiert eine der bedeutendsten und umsatzstärksten Branchen innerhalb der Elektroindustrie. Mit seinen Teilbranchen Halbleiter, passive und elektromechanische Bauelemente und Mikrosystemtechnik – Sensoren/Aktoren erzielte die Branche 2020 einen Umsatz von gut 17 Mrd. Euro.

Die Digitalisierung funktioniert nur mit intelligenten Produkten

Nicolas-Fabian Schweizer engagiert sich seit 2017 aktiv im Steering Committee der ZVEI-Fachgruppe Leiterplatten und setzt sich besonders für die Vernetzung junger Führungskräfte ein. Die ZVEI-Technologie-Roadmap „Leiterplatten“ hat Schweizer maßgeblich mit auf den Weg gebracht.

„Die Digitalisierung ist die einzige Möglichkeit, um komplexe Systeme in den Bereichen von Industrie 4.0, Mobilität, Energie, Gebäude oder Gesundheit, nachhaltig zu gestalten. Sie wird allerdings nur mit intelligenten Produkten funktionieren. Dafür stehen die Unternehmen der Leiterplatten-, elektronischen Baugruppen- und integrierten Schichtschaltungsindustrie“, so Schweizer.

Der neue Vorsitzende will insbesondere die Zusammenarbeit aller an der Lieferkette beteiligten Unternehmen im ZVEI-Fachverband ausbauen, um die Sichtbarkeit der Branche zu verbessern.

Der Fachverband PCB-ES repräsentiert die Leiterplatten-, elektronische Baugruppen- und integrierte Schichtschaltungsindustrie. Die Branche erzielte im Jahr 2020 allein in Deutschland einen Umsatz von über 30 Mrd. Euro.

Wechsel im Fachverband Automation

Der neue Geschäftsführer des Fachbereichs Elektrische Antriebe im Fachverband Automation Bernhard Sattler folgt auf Gunther Koschnick, der weiterhin Geschäftsführer des Fachverbands Automation bleibt.

Sattler ist seit 2001 beim ZVEI als Manager für Motoren und Frequenzumrichter tätig und hat maßgeblich an einer Ausgestaltung der Energieeffizienzvorgaben für Motoren und Frequenzumrichter mitgearbeitet.

„Wir müssen neben den Anforderungen an die Komponenten, den Weg zur Optimierung des gesamten Systems konsequent weitergehen. Erste Standards wurden zwar bereits entwickelt, aber dies darf erst der Anfang sein und muss in weiteren Aktivitäten folgen“, so Sattler zu seiner neuen Aufgabe. Ein weiterer Fokus liegt in der Stärkung der europäischen Antriebsindustrie. „Die Megatrends Digitalisierung und Nachhaltigkeit für Antriebe müssen wir proaktiv gestalten, um den Spitzenplatz der europäischen Antriebsindustrie zukunftsgerichtet zu stärken.“

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