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Vom „Internet of Things“ bis zum 4K-TV Das sind die IFA-Trends 2014

| Redakteur: Klaus Länger

Die Consumer Electronics und die IT sind mittlerweile verbunden. Auf der IFA 2014 gibt es nicht nur Mega-Fernseher mit gebogenem 4K-Display oder Haushaltsgeräte mit Smartphone-Anbindung zu sehen. Auch der nächste Intel-Prozessor oder Geräte für eine umfassende Heimvernetzung sind spannende Themen in Berlin.

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(Bild: IFA )

Am 5. September öffnet die Internationale Funkausstellung ihre Pforten. In den folgenden fünf Tagen präsentieren mehr als 1.000 Aussteller in den Hallen rund um den Berliner Funkturm die neuesten Produkte aus Unterhaltungselektronik, Haushaltstechnik und auch IT. Einer der IFA-Trends ist auch, dass diese Bereiche immer mehr zusammenwachsen.

Für die Consumer-Elektronik beschrieb Hans-Joachim Kamp, Aufsichtsratsvorsitzender der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu), bei der IFA Global Press Conference im April die Entwicklung folgendermaßen: Consumer Electronics (CE) 1.0. stand für analoge Technik und lokale Hersteller. Mit CE 2.0 folgte die Globalisierung des Geschäfts mit dem Aufstieg asiatischer Hersteller, aber immer noch ohne übergreifende Verbindungsstandards. Danach hielt die Digitalisierung Einzug. CE 3.0 ist geprägt durch Standards wie DVB oder die DVD. Auch die Ablösung analoger Bildröhren durch digitale Flachbildschirme fällt in diese Generation.

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Mit CE 4.0 kommt für Hans-Joachim Kamp nun das „Internet der Dinge“: CE-Geräte aller Art kommunizieren via Internet miteinander und mit Geräten wie Smartphones oder Tablets. Auch Geräte für das Connected Home, aus dem Gesundheitsbereich oder Wearables wie Smartwatches oder die Google-Brille gehören mit zur CE-4.0-Generation.

Auch Haushaltsgeräte wie zum Beispiel die Waschmaschine WW9000 Crystal Blue von Samsung, Wasserkocher oder Energiesparlampen lassen sich nun per App steuern. Bosch und Siemens Hausgeräte zeigen mit Home Connect eine App, mit der sich nun Hausgeräte von mehr als nur einer Marke steuern lassen. Via Internet greift die App auch auf Zusatzdienste wie etwa Kochrezepte zu.

Viele dieser Geräte benötigen Internetdienste im Hintergrund und eine ganze Menge Kommunikationsinfrastruktur. Und damit kommt die IT ins Spiel: Denn die Dienste benötigen Server, auf denen sie laufen und eine komplexe Netzwerk-Infrastruktur, damit die Server auch erreicht werden. Und auch bei den Anwendern zuhause verschwimmen die Grenzen zwischen CE- und IT-Produkten. So stellen etliche Anbieter von Netzwerkgeräten in Berlin Produkte vor, die nicht nur Rechner vernetzen, sondern die Basis für den intelligenten Haushalt, das Smart Home, bilden sollen.

Das Smart Home kommt

Devolo präsentiert auf der Funkausstellung in Halle 3.2 (Standnummer 203) das nach eigenem Bekunden erste Smart Home zum Selbermachen. Die Home-Control-Komponenten kommunizieren über die Stromleitung miteinander. So entfällt das Bohren und Verlegen von Kabeln. Als Ergänzung zu einem Starter-Paket, bestehend aus dem Zentralmodul, einem Tür- oder Fensterkontakt und einer Schalt-Mess-Steckdose, bietet die Firma eine ganze Reihe weiterer Module an. Dazu zählen etwa Bewegungs- und Rauchmelder, Heizkörperthermostate oder schaltbare Steckdosen. Bis zu 200 Komponenten lassen sich gleichzeitig betreiben. Für die Konfiguration und Steuerung steht auch eine App zur Verfügung. Google ist ebenfalls in diesem Bereich aktiv: Der Internet-Gigant hat Anfang des Jahres den Smart-Home-Anbieter Nest übernommen.

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IFA-Keynote von Intel

Den hohen Stellenwert der IFA für die IT-
Industrie zeigt auch die Tatsache, dass Kirk Skaugen eine der IFA-Keynotes halten wird. Skaugen ist der Chef der PC Client Group bei Intel und er wird wohl auch den Core-Prozessor der kommenden Generation mit im Gepäck haben. Die 14-Nanometer-CPU Broadwell soll bei Mobilgeräten für eine deutlich längere Akkulaufzeit sorgen.

Auch der neue Gigabit-Powerline-Adapter dLAN 1200+ ist ein Grenzgänger zwischen IT und CE. Denn mit ihm ist erstmals ein Highspeed-Heimnetzwerk mit 1.200 Megabit/s über die Stromleitung möglich und damit genügend Bandbreite für das Streamen von 4K-Video vorhanden.

Auf der folgenden Seite geht es weiter mit 4K-Fernsehern, 4K-Notebooks und mit neuen Smartphones.

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