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Tesla Model X Das sicherste, schnellste und praktischste Elektro-SUV aller Zeiten

| Autor: Dipl.-Ing. (FH) Thomas Kuther

Laut Elon Musk soll es mit fünf NHTSA-Sternen das sicherste, mit einer Spitzengeschwindigkeit von 250 km/h das schnellste und dank zahlreicher cooler Features das praktischste Elektro-SUV aller Zeiten sein: das Model X, das der Tesla-Chef zur Markteinführung in allen Details vorstellte.

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(Bild: Tesla)

Stellen wir die beeindruckenden Fahrleistungen des lange erwarteten Model X erstmal hintenan. Viel wichtiger bei der Markteinführungsshow im kalifornischen Fremont war Firmengründer Elon Musk die Sicherheit. Und das Konzept scheint aufzugehen: So ist das SUV des Elektromobil-Pioniers laut Musk das einzige SUV, das von der US-Bundesbehörde für Straßen- und Fahrzeugsicherheit NHTSA in allen Kategorien mit fünf Sternen bedacht wurde.

Die ausführliche Vorstellung des Model X mit allen Details finden Sie in der Bildergalerie:

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Bildergalerie mit 86 Bildern

Minimales Verletzungsrisiko bei schweren Unfällen

Die NHTSA-Sterne stehen dafür, wie wahrscheinlich es ist, dass die Insassen bei einem Unfall mit hoher Geschwindigkeit schwere Verletzungen davontragen. Bei Fahrzeugen mit zwei Sternen beträgt das Risiko 25%, mit jedem zusätzlichen Stern sinkt es um fünf Prozentpunkte. In einem mit fünf Sternen bewerteten Fahrzeug liegt das Risiko demnach bei nur 10%. „Wenn es sechs Sterne gäbe, entspräche das einer Wahrscheinlichkeit von 5%, bei einem Unfall mit hoher Geschwindigkeit schwer verletzt zu werden,“ erklärt Elon Musk. „Mit dem Model X haben wir 6,5% erreicht, was fast sechs Sternen entspräche.“

Knautschzone statt schwerem Motorblock

Die wesentlichen Sicherheitsaspekte sind die Tatsache, dass der Tesla keinen schweren Motorblock unter der vorderen Haube hat, der bei einem Frontalaufprall in den Passagierraum geschoben werden könnte. So dient der vordere Kofferraum als Knautschzone, die das Verletzungsrisiko bei einem Frontalcrash deutlich verringert.

Die Batterie im Unterboden schützt beim Seitenaufprall

Ein weiteres Sicherheitselement ist der Batterieträger unter im Zwischenboden, der einen Seitenaufprall wesentlich besser abfangen kann als das einfache Bodenblech eines herkömmlichen Autos. Zudem liegt dank der Akkus der Schwerpunkt des Model X sehr tief, was die Gefahr eines Überschlags deutlich reduziert.

Aktive Sicherheitssysteme minden das Unfallrisiko

„Der beste Schutz vor Verletzungen ist aber, gar nicht erst in einen Unfall verwickelt zu werden,“ so Musk weiter. „Deshalb hat das Model X aktive Sicherheitssysteme an Bord. Das automatische Notbremssystem verhindert Auffahrunfälle und ein weiteres System Seitenkollisionen. Das Auto nutzt eine Kamera und Radar, um im Notfall abzubremsen und so einen Unfall zu verhindern. Und es nutzt seitlich angebrachte Ultraschallsensoren, um durch entsprechende Lenkbewegungen eine Seitenkollision zu vermeiden. Beide Systeme sind immer aktiv und standardmäßig an Bord.“

Klinisch reine Luft im Innenraum

Das dritte Sicherheitsthema ist die „Luftsicherheit“, wie Elon Mask erklärt. So ist das Model X das erste Auto mit einem echten HEPA-Filter („High Efficiency Particulate Air Filter“, also „Filter mit hoher Wirksamkeit gegen Teilchen“), wie sie etwa in Operationssälen eingesetzt werden. Elon Musk findet einen solchen Filter im Auto enorm wichtig. Der Grund: schlechte Luft senkt die Lebenserwartung, deshalb sorgt Tesla im Auto für klinisch reine Luft. Mit leistungsfähigen Filtern und drei zusätzlichen Aktivkohlefilter haben Bakterien, Viren, Allergene, Ruß und Smog sowie Kohlenwasserstoffe und saure oder alkalische Dämpfe absolut keine Chance, in den Innenraum des Model X zu gelangen. Da sich die Filterwirkung in mehreren Stufen einstellen lässt, spricht der Tesla-Chef sogar von einem „Biowaffen-Abwehrknopf“.

Die Fahrertür öffnet sich wie von Geisterhand

Besonders „cool“ findet Musk am Model X übrigens auch die Fahrertür, die sich beim Näherkommen automatisch öffnet, sowie die Falkenflügeltüren, die den Zugang zur zweiten und dritten Sitzreihe freigeben. Da sie im Gegensatz zu herkömmlichen Flügeltüren zwei Gelenke haben, lässt sich steuern, wie weit sie beim Öffnen nach oben und zur Seite ausholen. Im Blech verborgene Ultraschallsensoren erfassen Hindernisse und sorgen dafür, die die Türen nirgendwo anstoßen – was in engen Parklücken und niedrigen Garagen wichtig ist.

Windschutzscheibe als Panoramafenster

Ein weiteres cooles Feature ist die Frontscheibe. Es handelt sich dabei um ein Panoramafenster das bis über das Dach hochgezogen ist und den Insassen laut Musk ein Gefühl vermittelt als säßen sie in einem Helikopter.

Der Tesla Model X bietet Platz für sieben Erwachsene und darf einen Anhänger mit 2268 kg ziehen. Stauraum für Gepäck ist neben dem Heckkofferraum auch im vorderen Kofferraum sowie unter den Sitzen der zweiten Reihe.

Ein Fahrrad- und Skiträgersystem, lässt sich in wenigen Sekunden sogar von einem Kind montieren und kann bis zu sechs Skier oder vier Fahrräder transportieren. Die Heckklappe kann auch bei montiertem Lastenträger geöffnet und geschlossen werden.

Beeindruckende Fahrleistungen

Die technischen Eckdaten des ersten rein elektrisch angetriebenen Elektro-SUV sind beeindruckend. Sowohl das Basismodell 90D als auch die Version P90D haben Allradantrieb, einen Akku mit 90 kWh und eine Reichweite von mehr als 400 km. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 250 km/h begrenzt.

Den 90D treiben zwei Elektromotoren mit jeweils 193 kW über die Vorder- und Hinterradachse an und beschleunigen das Fahrzeug in 4,8 s von 0 auf 100 km//h.

Das Model P90D beschleunigt in 3,2 s von 0 auf 100 km/h. 193 kW bringt der Motor, der die Vorderräder antreibt, der Heckmotor hat nochmals 375 kW. Die Version P90D soll 142.000 US-$ kosten, also etwa 126.000 €, der Preis für die Basisversion ist noch nicht bekannt. Auf den Antriebsstrang und die Batterie gibt Tesla acht Jahre Garantie.

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Über den Autor

Dipl.-Ing. (FH) Thomas Kuther

Dipl.-Ing. (FH) Thomas Kuther

Redakteur, ELEKTRONIKPRAXIS - Wissen. Impulse. Kontakte.