McAfee warnt Das Internet of Things gerät ins Fadenkreuz von Hackern und Datendieben

Redakteur: Franz Graser

Der Antiviren-Spezialist McAfee hat in seinem Threat Report für 2015 unter anderem das Internet der Dinge als Ziel für Hacker, Malware und Datendiebe ausgemacht. Demnach werden Angriffe auf internetfähige Geräte stark zunehmen, da sie in der Regel schlecht geschützt sind.

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Viren und digitale Schädlinge finden im Internet der Dinge ein dankbares Ziel, warnt der Antiviren-Spezialist McAfee.
Viren und digitale Schädlinge finden im Internet der Dinge ein dankbares Ziel, warnt der Antiviren-Spezialist McAfee.
(Bild: Clipdealer)

Mit dem Internet verbundene Geräte wie zum Beispiel intelligente Stromzähler oder Maschinensteuerungen enthalten oft sehr wertvolle Daten. Gleichzeitig sind die Geräte im Internet of Things in der Regel schlecht gegen Angriffe geschützt. Das macht sie zu dankbaren Zielen für Angreifer, stellt McAfee fest.

Angriffe auf IoT-Geräte sind bereits heute weit verbreitet. McAfee nennt zum Beispiel IP-Kameras mit schwachen Sicherheitskontrollen über intelligente Stromzähler mit grundlegenden Fehlern in den Verschlüsselungsfunktionen bis hin zu SCADA-Geräten, die überall auf der Welt wichtige Infrastrukturen steuern.

So wurden beispielsweise in Spanien in Millionen Haushalten Stromzähler installiert, die Schwachstellen enthalten, mit denen Angreifer Rechnungsbetrug begehen und sogar Stromausfälle verursachen können. Forscher zeigten auf der White-Hat-Hackerkonferenz des vergangenen Jahres, dass einige mit dem Internet verbundene Überwachungskameras problemlos kompromittiert werden konnten. Anschließend war es möglich, das mit der Kamera aufgenommene Video zu stehlen und Zugriff auf das Kameranetzwerk zu erlangen.

Eine spezielle Form der Bedrohungen sieht McAfee als besorgniserregend an: Mit der steigenden Verbreitung von IoT-Geräten im Gesundheitswesen und deren Nutzung in Krankenhäusern wächst die Gefahr für die Informationen, die auf diesen Geräten gespeichert sind. Gesundheitsdaten sind sogar noch wertvoller als Kreditkartendaten:

Nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters lassen sich gestohlene Gesundheitsangaben für 10 US-Dollar pro Datensatz verkaufen. Das entspricht dem Zehn- bis Zwanzigfachen dessen, was sich mit US-amerikanischen Kreditkartennummern erzielen lässt.

Bisher, so McAfee, hätten sich vor allem staatlich gesponsorte Angreifer sowie cyber-kriminelle Organisationen in diesem Bereich bewegt. In Zukunft dürften sich jedoch auch andere Angreifer für die Daten im Internet der Dinge interessieren. Im kommenden Jahr wird es, so die Prognose des Antiviren-Spezialisten, zu einem groß angelegten Angriff kommen, der gezielt Schwachstellen in den IoT-Geräten ausnützt.

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