Aufgedeckt

Das Innenleben des Mini-PC Raspberry Pi

| Redakteur: Margit Kuther

Mini-PC auf einer scheckkartengroßen Platine: Der Raspberry Pi
Mini-PC auf einer scheckkartengroßen Platine: Der Raspberry Pi (Foto: EP/Raspberry Foundation)

Einen Blick ins normalerweise versteckte Innenleben technischer Geräte und Apparaturen wirft die Redaktion der ELEKTRONIKPRAXIS in der Rubrik "Aufgedeckt". Dieses Mal: Der Mini-PC Raspberry Pi.

Der ARM-basierende Raspberry Pi Modell B ist eine scheckkartengroße Platine mit Anschlüssen für Tastatur und TV. Das Mini-PC-Projekt der Raspberry Foundation für rund 32 Euro eignet sich für Büroarbeiten, Spiele, aber auch für die Wiedergabe von Videos in HD-Qualität und soll insbesondere Schüler aus sozial schwachen Familien zum Programmieren und Tüfteln anregen.

Mehr über das Innenleben elektronischer Systeme in unserer Bilderstrecke Aufgedeckt

Der Raspberry Pi (85,6mm x 53,98 mm x 17 mm) wird in Europa über die Distributoren RS Components und Farnell vertrieben. Obgleich beide Unternehmen zum Verkaufsstart Anfang März 10.000 Exemplare des Scheckkarten-PCs erhielten, waren diese innerhalb einer Stunde ausverkauft.

Die technischen Daten des Raspberry Pi Modell B

  • SoC Broadcom BCM2835 (CPU, GPU, DSP und SDRAM)
  • CPU: 700 MHz ARM1176JZF-S core (ARM11-Familie)
  • GPU: Broadcom VideoCore IV, OpenGL ES 2.0, 1080p30 h.264/MPEG-4 AVC High-Profile-Decoder
  • 256 MB SDRAM (512 MB ab Herbst 2012)
  • Video outputs: Composite RCA, HDMI
  • Audio outputs: 3.5 mm Audiobuchse, HDMI
  • Unterstützte Speicherkarten: SD, MMC, SDIO-kompatible-Steckplätze
  • 10/100-MBit-Ethernet RJ45
  • 2 x USB 2.0
  • microUSB Port zur Stromversorgung
  • Abmessungen: 85,6 x 53,98 x 17 mm
  • Der Raspberry Pi wird mit dem Linux-Betriebssystem Fedora ausgeliefert, er ist aber auch Debian-kompatibel. Der Raspberry PI bootet von der SD-Karte.

Zusätzlich zum derzeitigen Raspberry Pi Modell B ist in Kürze auch eine abgespeckte Variante A geplant: Diese verzichtet auf USB und 10/100-MBit-Ethernet.

Das Raspberry-Projekt

Hinter dem Projekt stehen unter anderem die Raspberry-Pi-Foundation und der bekannte Spieleentwickler David Braben, der sich vor allem mit dem Klassiker "Elite" einen Namen gemacht hat. Deren Ziel ist es, mit Hilfe eines günstigen Rechners nicht nur technikinteressierte Studenten, sondern auch Schüler, insbesondere aus sozial schwachen Familien, zum Programmieren und Tüfteln anzuregen und ihnen die Nutzung von Office-Programmen zu ermöglichen.

Überfordert waren bei Verkaufsstart nicht nur die Server von RS Components und Farnell, sondern auch die Webseite der Entwickler des Raspberry Pi. Nach Angaben der Raspberry Pi Foundation hat die Mailingliste mittlerweile weit über 100.000 Abonnenten und der offizielle Twitter-Account kommt auf knapp 35.000 Follower.

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RS und Farnell haben die 10.000 noch nicht erhalten. Die waren zu der Zeit noch in China in der...  lesen
posted am 12.04.2012 um 16:43 von Unregistriert


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