Bildgestützte Medizin

Das Fraunhofer-Institut MEVIS feiert sein 20-jähriges Bestehen

Seite: 2/2

Anbieter zum Thema

Fehler medizinischer Diagnosen und Behandlungen reduzieren

„Künftig soll die Computerunterstützung nicht nur Kosten sparen und neue Möglichkeiten eröffnen, sondern auch die Fehleranfälligkeit medizinischer Diagnosen und Behandlungen trotz steigender Komplexität reduzieren“, sagt Horst Hahn. „Die Medizin wird gravierende Umwälzungen durchlaufen, für die die Digitalisierung lediglich ein Vorbote war.“ Gerade die Methoden der bildgestützten Therapie besitzen enormes Potenzial. Besonders relevant sind sie für schonende, minimalinvasive Eingriffe. Anders als bei einer OP an der offenen Wunde können die Ärzte hier das Geschehen nicht direkt einsehen, sondern sind auf die Unterstützung bildgebender Verfahren angewiesen.

Eine weitere Forschungsrichtung betrifft die Übertragung von Planungsdaten in den OP-Saal. Bereits heute werden Eingriffe oft mit Computerhilfe geplant und vorbereitet. Das Beste wäre, die Planungsergebnisse den Chirurgen direkt am OP-Tisch zugänglich zu machen – was bislang nur eingeschränkt möglich ist. Hier arbeitet Fraunhofer MEVIS an mobilen Lösungen, etwa einer Software für Tablet-Computer, die Leberchirurgen während des Eingriffs anzeigt, wo die Blutgefäße des Organs verlaufen und wo am günstigsten das Skalpell anzusetzen ist. Eine ähnliche Tablet-Software soll Chirurgen künftig bei Brustkrebseingriffen unterstützen.

Fachkonferenz bildgestützte Therapie

Am 15. September von 9:30 bis 13:00 Uhr öffnet das Fraunhofer MEVIS seine Pforten für ein fachlich interessiertes Publikum und Medienvertreter: Beim „Open House“ präsentiert das Institut einen Querschnitt seiner Forschung.

Die bildgestützte Therapie steht vom 17. bis 19. September im Zentrum der Fachkonferenz „CURAC 2015“ in Bremen, bei der Fraunhofer MEVIS als Organisator und Gastgeber fungiert. „Die Jahrestagung der CURAC ist das zentrale deutschsprachige Forum für die computer- und roboterassistierte Chirurgie“, sagt Ron Kikinis. „Sie schlägt eine Brücke zwischen Radiologen und Chirurgen und soll helfen, dass im OP-Saal der Zukunft alle wichtigen Informationen stets optimal aufbereitet zur Verfügung stehen.“

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung.

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung

(ID:43594807)