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ELEKTRONIKPRAXIS-Jahresrückblick Teil 3 Das Elektronikjahr von Juli bis September

| Redakteur: Peter Koller

Glühbirnen-Verbot, iPhone 5, Curiosity-Landung. Es gibt viele Ereignisse in der Elektronikwelt in diesem Jahr, auf die zurückzublicken sich lohnt. Heute: Juli bis September.

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(EP)

Das dritte Quartal des Elektronikjahres 2012 war bunt, was ja schließlich auch die vorherrschende Farbe von Spätsommer und Frühherbst ist. Vielfältig schillernd zum Beispiel war die Beteiligung der Elektronik an den Olympischen Spielen von London: Von hypersensiblen Drucksensoren in den Startblöcken über Zeitmesstechnik mit einer Auflösung von einer millionstel Sekunde bis zur IT-Infrastruktur aus rund 950 Servern, mehr als 1000 Netzwerkgeräten und rund 13.500 Desktop-Rechnern: Stärker, schneller, kleiner - Technologie bei Olympia. Siehe dazu auch die Galerie: Das 3. Quartal in Bildern.

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Höchstleistungen ganz andere Art erzielen Physiker Anfang Juli am Kernforschungszentrum CERN in Genf: Nach jahrelanger Suche sind sie sich – praktisch total, also so gut wie – sicher, in der Datenflut aus dem Large Hadron Collider Spuren des Higgs-Bosons gefunden zu haben: Forscher feiern Meilenstein der Teilchenphysik. Das gern auch als "Gottesteilchen" bezeichnete Partikel gibt der Materie ihre Masse. Gut, dass wir das endlich geklärt haben...

Ende August heißt es Abschied nehmen: Noch nicht ganz vom Sommer, aber dafür von den Glühbirnen. Zum 1. September tritt in der EU ein Herstellungs- und Vertriebsverbot für alle Standard-Glühlampen mit einer Leistung von mehr als 10 Watt in Kraft: Die letzten Glühbirnen verschwinden aus dem Handel. Nun könnte der Siegeszug der LED in der Beleuchtung beginnen...wenn nur die Industrie nicht gerade erst Milliarden in die Fertigung von Energiesparlampen gesteckt hätte – behaupten jedenfalls böse Zungen.

Der August ist auch der Monat der Neugier. Jedenfalls, wenn man es wörtlich nimmt, denn der Mars-Rover Curiosity (Neugier) landet Anfang des Monats auf dem Roten Planeten – und ein Mars-Satellit sieht Curiosity bei Landung zu

Im September gibt es eigentlich nur ein erwähnenswertes Ereignis. Und nein, damit meine ich weder, dass NASA-Wissenschaftler einen Warp-Antrieb für realisierbar halten, noch dass der Papst jetzt elektrisch fährt. Nein, Apple stellt das iPhone 5 endlich vor – und das reicht doch an Aufregung für einen Monat, oder?

Wer zu den drei oder vier Leuten gehört, die von Ankunft eines neuen iIrgendwas-Gerätes nicht völlig aus dem seelischen Gleichgewicht gebracht werden, hat vielleicht Interesse an ein paar anderen Unternehmens-News aus diesem Quartal:

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Microsoft kauft Hersteller riesiger Multitouch-Displays

Intel kauft sich für 3,3 Milliarden Euro bei ASML ein

Leoni ist jüngstes Mitglied im Desertec-Konsortium

Micron schluckt Elpida für 2 Milliarden Euro

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