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Security

Das Auto ist ein Computer und ebensowenig vor Hackern sicher

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Kryptographische Verfahren sind unverzichtbar

Kryptographische Verfahren zur Sicherung der Daten und Transaktionen sind unverzichtbar. Dazu gehört einerseits das Erzeugen und Speichern von Schlüsseln und andererseits die Anwendung dieser kryptographischen Schlüssel. Gerade im Automotive-Bereich gilt, dass jedes Fahrzeug einen eigenen, hochsicheren Schlüssel benötigt, der aus echten Zufallszahlen besteht.

Hier kommen Hardware Security Module (HSM) ins Spiel. Sie generieren und speichern die geforderten kryptographischen Schlüssel, ohne dass unautorisierte Personen Zugriff darauf haben. Denn ein HSM stellt eine Reihe von Schutzmaßnahmen zur Verfügung – dazu zählen das Erkennen von Manipulationsversuchen und eine Versiegelung der Recheneinheit, Maßnahmen, um das Auslesen von Daten und Signalen aus der Recheneinheit zu verhindern sowie automatische Löschroutinen (Zeroization) im Falle eines Angriffs. Außerdem sollte ein HSM über ein spezielles, gehärtetes Betriebssystem verfügen und Verfahren bereitstellen, die ausschließlich den Zugriff autorisierter Administratoren erlauben.

Autos sprechen miteinander und mit der Infrastruktur

Im Automobilbereich gibt es zwei Arten von Kommunikationskanälen, die zu schützen sind: zwischen Fahrzeugen (Car-2-Car oder Vehicle-2-Vehicle, V2V) sowie zwischen Autos und Verkehrsleitsystemen, Sensoren, Ampeln und intelligenten Verkehrsschildern (Car-2-Infrastructure, Vehicle-2-Infrastructure, V2I).

Bei der Kommunikation zwischen Fahrzeugen werden unter anderem folgende Daten erfasst und übermittelt:

  • die Geschwindigkeit, Position und Fahrtrichtung der Fahrzeuge,
  • Beschleunigungs- und Bremsvorgänge,
  • Informationen über den Spurwechsel von Fahrzeugen,
  • Daten der Traktionskontrolle sowie
  • Informationen, die Rückschlüsse auf Witterungsbedingungen und Sichtverhältnisse erlauben, etwa ob der Fahrer die Nebelscheinwerfer oder Scheibenwischer aktiviert hat.

Dagegen stehen beim Datenaustausch zwischen Fahrzeugen und der Verkehrsinfrastruktur wie Ampeln und Verkehrsleitsystemen Informationen im Mittelpunkt wie Ampelphasen (Rot, Gelb, Grün), die Hinweise intelligenter Verkehrsschilder, die beispielsweise Stopp-Zeichen geben, wo Staus auftreten sowie Daten von Sensoren zu Temperatur, Feuchtigkeit und Sichtweite auf Straßen. Zudem sind Systeme im Einsatz, die den Fahrer über verfügbare Parkplätze informieren und ihn dorthin leiten.

Einsatzgebiete Sicherheit und Verkehrssteuerung

Die Marktforschungsgesellschaft Frost & Sullivan erwartet, dass im Jahr 2030 an die 40 Prozent aller Fahrzeuge in Europa mit V2V-Kommunikationssystemen ausgestattet sind. Speziell in Europa werden nach Angaben der Marktforscher Faktoren wie die Einführung des Notrufsystems eCall ab 2015 und Sicherheitsfunktionen wie die Warnung vor Staus, Unfallstellen und witterungsbedingten Problemen wie Glatteis die Verbreitung solcher Systeme fördern.

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