Nur die LED bleibt Das Aus für Leuchtstofflampen kommt Anfang 2023

Von Kristin Rinortner

Schon nächstes Jahr kommt das Ende der Leuchtstofflampen für die Allgemeinbeleuchtung. Weil sie Quecksilber enthalten, verbannt sie die EU. Damit sind alle konventionellen Leuchtmittel verboten. Was bedeutet das für Verbraucher und wohin mit alten Leuchtmitteln?

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Leuchtstofflampe: Anfang nächten Jahres werden Leuchtstofflampen ausgephast. Der Grund heißt Quecksilber und EU-Verordnungen.
Leuchtstofflampe: Anfang nächten Jahres werden Leuchtstofflampen ausgephast. Der Grund heißt Quecksilber und EU-Verordnungen.
(Bild: licht.de)

Dass T8-Leuchtstofflampen im September kommenden Jahres weichen, war bereits beschlossen. Nun kommt der Abschied einige Tage früher: Ab 25. August 2023 werden T8- zusammen mit T5-Lampen verbannt.

Ab 25. Februar 2023 trifft es die Kompaktleuchtstofflampen ohne Vorschaltgerät. Denn nach der Ökodesign-Verordnung greift jetzt auch die Regelung zur Einschränkung von Quecksilber – genauer die EU-Richtlinie zur Begrenzung gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten (engl. RoHS – Restriction of the use of certain Hazardous Substances in electrical and electronic Equipment).

Bild 1: Nur noch die LED bleibt. Eine Zeitschiene der Ausphasung konventioneller Lichtquellen.
Bild 1: Nur noch die LED bleibt. Eine Zeitschiene der Ausphasung konventioneller Lichtquellen.
(Bild: licht.de)

Alle Entladungslampen enthalten Quecksilber – wenn auch nur in geringem Mengen. Dazu gehören T5-Leuchtstofflampen und Kompaktleuchtstofflampen mit Stiftsockel, die bislang noch als Ausnahmen galten. Nun sollen für Leuchtstofflampen zur Allgemeinbeleuchtung die Sonderregelungen nach zwölf oder 18 Monaten auslaufen: Kompaktleuchtstofflampen ohne integriertes Vorschaltgerät ab 25. Februar und T5 ab 25. August 2023. Damit verschwinden sie viel früher und in deutlich größerem Umfang vom Markt.

Lampen dürfen weiter gekauft und verwendet werden

„Leuchtmittel müssen deswegen nicht zwangsläufig ausgetauscht und bereits erworbene Lampen dürfen auch noch in Betrieb genommen werden. Der Handel verkauft seine Lagervorräte weiter, bis sie aufgebraucht sind. Es werden aber nach den jeweiligen Stichtagen keine neuen Leuchtmittel mehr produziert oder in Europa in den Verkehr gebracht. Der Fachbegriff dafür lautet Ausphasung“, erklärt Dr. Jürgen Waldorf, Geschäftsführer der Brancheninitiative licht.de.

Für Betreiber gewerblicher Immobilien steht unter Umständen die Sanierung der Beleuchtung früher an. Private Haushalte werden durch die Neuerung kaum Schwierigkeiten haben, sie greifen beim nächsten Einkauf einfach zur stromsparenden LED.

Recycelt werden alle Arten von Leuchtstofflampen, Kompaktleuchtstofflampen und Entladungslampen (inklusive Natriumdampf-Hoch- und Niederdrucklampen sowie Halogen-Metalldampflampen). Handel, Sammelstellen und Entsorgungshöfe nehmen sie zurück. Ebenfalls gesammelt werden LED-Lichtquellen, die elektronische Bauteile enthalten. „In den Hausmüll gehören ausschließlich Glüh- und Halogenlampen, die nur aus Glas und Metall bestehen“, so der Lichtexperte.

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