Messplatz für 28 GHz

Damit sich 5G und Satellitensignale untereinander nicht stören

| Autor / Redakteur: Greg Jue * / Hendrik Härter

Breitband-Kommunikation: Damit sich 5G und Satellitensignale nicht untereinander stören, müssen sie mit Messsoft- und -hardware geprüft werden.
Breitband-Kommunikation: Damit sich 5G und Satellitensignale nicht untereinander stören, müssen sie mit Messsoft- und -hardware geprüft werden. (Bild: photon_photo/Fotolia.com)

Künftig sind Breitbandverbindungen mit einem hohen Durchsatz notwendig, wie sie 5G und Satellitensignale bieten. Damit diese sich nicht untereinander stören, ist ein Messplatz hilfreich.

Das Frequenzspektrum bis 6 GHz ist aktuell schon sehr stark belegt und ziemlich zersplittert. Allerdings gibt es bei den Zentimeter- und Millimeterwellen noch breite kontinuierliche Bänder, die für 5G-Anwendungen mit hohem Durchsatz geeignet wären. Aus diesem und anderen Gründen öffnen die Regulierungsbehörden weitere Frequenzbänder.

Im Juli 2016 wies die US-amerikanische Kommunikationskommission (Federal Communication Commission) das Spektrum von 11 GHz im hohen Frequenzband für mobile Breitbandverbindungen aus, damit 5G-Techniken und -Dienste der nächsten Generation schnell entwickelt und eingesetzt werden können [1]. Die 11 GHz umfassen 3,85 GHz lizenziertes und 7 GHz unlizenziertes Spektrum: Flexible Dienste liegen im oberen Mikrowellenbereich (Upper Microwave Flexible Use) in den Frequenzbändern 28 GHz von 27,5 bis 28,35 GHz, 37 GHz von 37 bis 38,6 GHz und 39 GHz von 38,6 bis 40 GHz, dazu ein neues, unlizenziertes Band von 64 bis 71 GHz.

Die gemeinsame Nutzung von lizenzierten Spektren durch verschiedene Anwendungen ist gemäß der Ankündigung der FCC vom Juli 2016 ein wesentliches Element der zukünftigen Netzpolitik. Das 28-GHz-Band ist ein bestehendes Band, das für feste Funkdienste über Satelliten lizenziert ist [2].

Satelliten- und 5G-Frequenzen ohne Störungen

Eine mögliche gemeinsame Nutzung der Frequenz durch Satelliten und 5G-Anwendungen wirft die Frage auf, wie beide Anwendungen ohne gegenseitige Störungen miteinander auskommen können. Die Untersuchung eines solchen Miteinanders zwischen potentiellen 5G- und Satellitensignalen wird immer wichtiger werden, damit man im Zuge der Entwicklung neuer Mobilgeräte Einsicht in mögliche Interferenzen erhält. Für die Lösung solcher Fragen wäre ein flexibler Messplatz hilfreich, mit dem man im Labor viele Fragen eines störungsfreien Miteinanders klären könnte, bevor man sich mit neuen Geräten in die raue Wirklichkeit wagt.

Im vorliegenden Beitrag stellen wir einen solchen Messplatz (Bild 1) vor, mit dem man Fragen zum Miteinander von 5G- und Satelliten-Anwendungen untersuchen kann. Eine Simulationssoftware steht für Flexibilität bei der Signalerzeugung, dazu kommt breitbandige Testausrüstung für hohe Frequenzen. Wir stellen eine Fallstudie vor, mit der das Miteinander von potenziellen 5G- und Satellitensignalen im 28-GHz-Band in verschiedenen Signalszenarien bewertet wird.

Der Messplatz ist skalierbar, man kann ihn auch für Fallstudien zur Koexistenz im Frequenzbereich unter 6 GHz oder im Millimeterwellenbereich einsetzen. Darauf soll in diesem Beitrag aber nicht weiter eingegangen werden.

Inhalt des Artikels:

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Schreiben Sie uns hier Ihre Meinung ...
(nicht registrierter User)

Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
Kommentar abschicken
copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de/ (ID: 44551153 / Messen/Testen/Prüfen)