Cyberattacken 2017

Cyberspionage ist die größte Bedrohung für Firmen

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Cyberangriffe auf rund 66 Prozent der Unternehmen

Laut Umfrage sind fast zwei Drittel (64%) der befragten Unternehmen in den zurückliegenden zwölf Monaten von einer „bekannten“ Cyberattacke heimgesucht worden, im Durchschnitt sogar vier Mal.

Erpressersoftware war dabei mit deutlichem Abstand die häufigste Bedrohungsart: So gaben 69% der Befragten an, mindestens einmal in diesem Zeitraum damit angegriffen worden zu sein. Umgekehrt blieb tatsächlich nur ein gutes Viertel (27%) nach eigener Aussage davon verschont.

Interessanterweise denken lediglich zehn Prozent der Unternehmen von Erpressersoftware als eine Bedrohung im laufenden Jahr, obwohl die Zahl der Angriffe laut dem Trend Micro-Sicherheitsbericht von 2015 auf 2016 um 748% angestiegen ist, was zu einem Verlust von einer Milliarde US-Dollar bei den Unternehmen weltweit geführt hat.

Angriffe gegen IoT und Smart Home

Zu berücksichtigen ist allerdings, dass die Zahl der Schädlingsfamilien im Bereich Erpressersoftware 2017 voraussichtlich um weitere 25% wachsen wird. Alarmierend dabei ist, dass nicht mehr nur klassische PC-Betriebssysteme wie Windows befallen sein werden, sondern mehr Gerätearten als bisher – wie zum Beispiel Smartphones oder private und industrielle Geräte des Internets der Dinge (Internet of Things; bzw. Industrial IoT (IIoT).

Vermehrt Angriffe auf Steuersysteme

„Das Internet und die reale Welt überschneiden sich immer mehr. Folglich werden Hacker häufiger als bisher kritische Systeme und Infrastrukturen infiltrieren“, betont Bharat Mistry. „Das hat ernste Konsequenzen. Denn das IIoT birgt Risiken für Unternehmen, die industrielle Steuerungssysteme (Industrial Control Systems = ICS) verwenden.

Wir konnten das bei dem nicht lange zurückliegenden Angriff auf das nationale Stromnetz der Ukraine beobachten, als 225.000 Haushalte ohne Strom waren. Außerdem hat unsere Forschung gezeigt, dass Verkehrssteuerungsanlagen online leicht zu finden sind.“

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