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Corona-Virus lässt Bedarf an Lithium-Ionen-Akkus für Beatmungsgeräte enorm steigen

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Thomas Kuther

Die BMZ Gruppe stellt aufgrund der aktuellen Lage ihre Produktion um und forciert die Fertigung von Lithium-Ionen-Akkus für medizinische Anwendungen.

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Anwendungen in der Medizintechnik: Aufgrund der Corona-Krise ist der Bedarf an Akkus strk gestiegen.
Anwendungen in der Medizintechnik: Aufgrund der Corona-Krise ist der Bedarf an Akkus strk gestiegen.
(Bild: Clipdealer)

Laut Sven Bauer, Gründer und CEO der BMZ Gruppe, haben insbesondere Hersteller von Beatmungsgeräten um Solitarität und Unterstützung gebeten. Die Anfragevolumen seien teilweise um 50% gewachsen. „Wir alle machen gerade ungewollt einen Stresstest durch. Jeder ist betroffen vom Corona-Virus und spürt die Folgen überall“, so Bauer weiter. „Wir haben alle Schutzmechanismen aktiviert und tauschen uns täglich über die Situation in einem Skype-Call aus, auch holen wir uns Informationen aus erster Hand in unseren Auslandsgesellschaften ein. Für uns steht der Schutz der Gesundheit ganz oben. Daher haben wir auch keine Minute nachdenken müssen, als der verzweifelte Ruf von Herstellern dringend benötigter Beatmungsgeräte an uns heran getragen wurde. Wir sind in der glücklichen Situation, auf einen hohen Lagerbestand zurückgreifen zu können und sind in der Lage, somit die Anzahl der Akkuproduktion im Bereich Medizintechnik zu steigern. BMZ hat sofort ein Team aufgestellt um die Produktion hoch zu fahren. Wir lassen niemanden im Stich!“

Sven Bauer wendet sich so oft wie möglich an seine Belegschaft. Informieren bildet eine Vertrauensbasis. Die BMZ unterstützt aktiv im Kampf gegen Corona und setzt auf Verständnis. In Einzelfallentscheidungen wird individuell auf den Mitarbeiter/die Mitarbeiterin eingegangen. Personen, die kürzlich in einem Risikogebiet Urlaub gemacht haben, bleiben auch ohne Symptome sicherheitshalber zu Hause. Mitarbeitern/-innen wird ermöglicht, ihre Kinder mit in die Firma zu bringen. Wegfallende Kinderbetreuungen können so aufgefangen werden – jeder Mitarbeiter/-in wird bei der BMZ Gruppe benötigt, um der hohen Nachfrage, insbesondere bei den dringend notwendigen Beatmungsgeräten gerecht zu werden.

Die BMZ Gruppe ist seit mehr als 25 Jahren fest im Batteriemarkt verankert. Der Produktkatalog des Unternehmens ist groß. Man hat sich frühzeitig auf verschiedene Produktsparten aufgeteilt, um volatile Marktveränderungen gut abfangen zu können. Von Akkus für Powertools (z.B. den Akkuschrauber) über Speichereinheiten zur Zwischenspeicherung von CO2-freier Energieproduktion (z.B. Photovoltaik-Anlagen, Windkraft) bis hin zu tonnenschweren Akkus für die industrielle E-Mobilität (z.B. Gabelstapler, Bagger) hat sich das Unternehmen, das heute 3000 Mitarbeiter/innen weltweit beschäftigt, fest etabliert.

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