Firefox wird jetzt mit KI von Videospiel-Firma entwickelt

| Redakteur: Sebastian Gerstl

Die Mozilla Foundation setzt bei der Entwicklung seines Webbrowsers Firefox nun auf KI-gestützte Entwicklungstools des Videospiel-Herstellers Ubisoft.
Die Mozilla Foundation setzt bei der Entwicklung seines Webbrowsers Firefox nun auf KI-gestützte Entwicklungstools des Videospiel-Herstellers Ubisoft. (Bild: gemeinfrei / CC0)

Mozilla setzt bei seinem Browser Firefox künftig auf Künstliche Intelligenz des Spieleherstellers Ubisoft. Bei der Entwicklung neuer Versionen komme künftig das Werkzeug „Clever Commit“ zum Einsatz, kündigte die gemeinnützige Organisation an.

Mit KI-Algorithmen optimierte Testtools finden in der Industrie immer häufiger Anwendung. Nun hat die Mozilla Foundation angekündigt, bei der Weiterentwicklung seines kostenlosen Webbrowsers Firefox ein KI-gestütztes Entwicklungswerkzeug einzusetzen.

Fehler verhindern, noch bevor sie gemacht werden

Bei „Clever Commit“ handelt es sich um ein Tool des im französischen Montreuil ansässigen Videospielkonzern Ubisoft. „Wir rechnen damit, dass uns dies hunderte Stunden bei der Risikoanalyse und -erkennung von Bugs einspart“, hieß es in einer Mitteilung der Mozilla Foundation. Letztlich könnten drei bis vier von fünf Bugs damit erkannt werden, noch bevor sie in den Code programmiert würden. Die Nutzer sollen dadurch von stabileren Browser-Versionen profitieren.

Den „Commit“-Assistenten hatte Ubisoft erstmals vor rund einem Jahr auf einer Entwicklerkonferenz in Montreal vorgestellt. Er stammt aus der Innovationsschmiede „La Forge“ des kanadischen Unternehmens. Basierend auf Künstlicher Intelligenz erkennt das Tool Muster von Programmierfehlern direkt bei der Entwicklung von Software und soll damit die aufwendige nachträgliche Fehlersuche überflüssig machen.

Inzwischen wurde der intelligente Assistent von Ubisoft mit einer großen Menge an Codezeilen gefüttert. Auf Basis der darin enthaltenen Fehler und der entsprechenden Korrekturen liefert der Assistent Empfehlungen für Programmierer. Ubisoft selbst erwartet, dass der „Commit“-Assistent bis zu 70% der Kosten bei der Spieleentwicklung einsparen könnte. Dafür sei aber eine enorme Menge an Daten und eine enorme Menge an Rechenleistung erforderlich, sagte „La Forge“-Chef Yves Jacquier der US-Onlineausgabe des „Wired“-Magazins. (dpa)

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