gfu Consumer Electronics-Branche startet stabil ins Jahr 2013

Redakteur: Stefan Liebing

Die Consumer Electronics-Branche in Deutschland ist mit einem leichten Rückgang um 0,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stabil ins Jahr 2013 gestartet. Der Umsatz mit klassischer Unterhaltungselektronik hingegen, ist in den ersten drei Monaten des Jahres um 15,9 Prozent zurückgegangen. Dafür werden die Fußball-EM und Olympia verantwortlich gemacht.

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Consumer Electronics-Branche startet stabil ins Jahr 2013
Consumer Electronics-Branche startet stabil ins Jahr 2013
(Bild: gfu.de)

Der Umsatz in den ersten drei Monaten betrug 6,55 Milliarden Euro (Q1/2012: 6,587 Mrd. €). Die klassische Unterhaltungselektronik musste dabei ein Minus von 15,9 Prozent hinnehmen, der Produktbereich der privat genutzten Telekommunikation wuchs um 23,3 Prozent und die privat genutzten IT-Produkte wuchsen um 5,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresniveau des ersten Quartals.

Der im Vorjahresvergleich deutlich geringere Umsatz mit Unterhaltungselektronik ist durch das sehr starke erste Quartal 2012 bedingt. In diesem Zeitraum gaben die sportlichen Großereignisse Fußball-Europameisterschaft und Olympische Spiele ebenso wie die Abschaltung der analogen Satellitenübertragung am 30. April 2012 dem Geschäft mit Fernsehgeräten und Set-Top-Boxen deutliche Impulse.

Im ersten Quartal 2013 gab es keine derartigen Ereignisse. So wurden im ersten Quartal 2013 mit TV-Geräten knapp 1,3 Milliarden Euro und damit 21,8 Prozent weniger Umsatz erzielt als in den ersten drei Monaten 2012. Der Rückgang bei den Stückzahlen beträgt 20,9 Prozent auf 2,06 Millionen Stück.

Kameras und Lautsprecher im Plus

Zuwächse bei der Unterhaltungselektronik gab es in den Monaten Januar bis März im Segment digitale Kameras. Sowohl die Kameras (+ 6,7 %), als auch die Wechselobjektive für Systemkameras (+ 15 %) konnten beim Umsatz zulegen. Lautsprecher entwickelten sich mit 16,1 Prozent mehr Umsatz und um 16,4 Prozent gestiegener Stückzahl ebenfalls positiv. Umsatzrückgänge gab es in den Bereichen Set-Top-Boxen (- 46,6 %), Video total (- 8,1 %), Camcorder (- 10,2 %), Personal Audio (- 21,4 %) und Videokonsolen (- 26,5 %). Dagegen verzeichnete der Bereich Zubehör mit einem Plus von 14,6 Prozent erneut einen Umsatzzuwachs.

Im Produktsegment der privat genutzten Telekommunikation sind die Smartphones marktbestimmend. Bereits 4,9 Millionen Stück (+ 24,1 %) wurden im ersten Quartal 2013 verkauft. Dies sorgte für einen Umsatz von knapp 1,8 Milli-arden Euro (+ 30,6 %). Klassische Mobiltelefone sind mit 1,2 Millionen Stück (- 35,7 %) und einem Umsatz von 71 Millionen Euro (- 41,8 %) deutlich weniger gefragt.

In der Kategorie der privat genutzten IT-Produkte stieg der Umsatz um 5,6 Prozent auf knapp zwei Milliarden Euro. Wachstum zeigten dabei hauptsächlich die Tablet-PCs mit 1,2 Millionen verkauften Stück (+ 145 %) und einem Umsatz von 453 Millionen Euro (+ 87,5 %).

Die Marktforscher erwarten für das Gesamtjahr 2013 eine moderat positive Marktentwicklung. Der Saisonverlauf wird sich traditionell verhalten, wie es in Jahren ohne sportliche Großereignisse und besondere Anlässe der Fall ist. Dies bedeutet, dass der Umsatz der zweiten Jahreshälfte über dem Umsatz der ersten Jahreshälfte liegen wird. Maßgebliche Impulse dafür wird das weltgrößte Branchen-Highlight für Consumer Electronics und Home Appliances, die IFA in Berlin von 6. bis 11. September, geben.

CEMIX, der Consumer Electronics Markt Index, ist ein Gemeinschaftsprojekt des Bundesverband Technik des Einzelhandels e.V. (BVT), der GfK Retail and Technology GmbH und der gfu - Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik mbH. Der CEMIX enthält aktuelle Marktinformationen aus den Quellen der beteiligten, kompetenten Partner.

Der CEMIX zeigt auf Basis Menge und Wert die quartalsweise Marktentwicklung im Bereich Consumer Electronics Deutschland auf. Der Consumer Electronics-Markt ist dabei fest und einheitlich definiert als die Summe der Verkäufe in Deutschland an private Konsumenten.

Zu Beginn des Jahres 2013 wurde der CEMIX in diversen Bereichen an Verän-derungen im Markt angepasst. Dies kann gegebenenfalls zu Unschärfen im Vergleich mit den Vorjahren führen.

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