Ubi Computer für die Steckdose bringt Rechenleistung in jeden Raum

Redakteur: Peter Koller

Nach einer äußerst erfolgreichen Kickstarter-Kampagne kann der Always-on-/Always-connected-Computer Ubi jetzt vorbestellt werden.

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Rechner für die Steckdose: Die Kommunikation erfolgt unter anderem über Sprachsteuerung oder farbige LEDs
Rechner für die Steckdose: Die Kommunikation erfolgt unter anderem über Sprachsteuerung oder farbige LEDs
(Foto: Ubi)

Das Ziel von Ubiquitous Computer, oder kurz Ubi, ist es jenseits der klassischen PC-Konzepte Rechenleistung in jedem Raum bereitzustellen. Dazu kann Ubi einfach in eine freie Steckdose gesteckt werden. Die Vernetzung läuft über WLAN, die Kommunikation mit dem Rechner erfolgt hauptsächlich über Spracherkennung und -ausgabe. Dazu hat Ubi Stereolautsprecher und ein Mikrofon intergriert. Auf diesem Weg kann zum Beispiel im Internet nach einer Adresse gesucht oder ein Voice-over-IP-Telefonat via Skype angestoßen werden. Der Rechner wird aktiv, sobald sein Name (der individuell vergeben werden kann) gerufen wird.

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Alternativ lässt sich Ubi auch über eine App steuern, die es für Android und iOS-Smartphones gibt. Einer der geplanten Haupteinsatzbereiche für Ubi ist die Home Automation. Über integrierte Sensoren für Temperatur, Luftdruck und -feuchtigkeit sowie Umgebungshelligkeit lässt sich aus der Ferne via Smartphone der Status eines Raumes abfragen.

Ubi kann auch Alarmmeldungen an das Handy schicken, wenn bestimmte Grenzwerte über-/unterschritten werden, etwa wenn es im Kinderzimmer zu kalt wird. Über einen USB-Anschluss, WLAN oder Bluetooth können externe Geräte gesteuert werden.

Bei einer Kickstarter-Kampagne hat Ubi das gesteckte Ziel von 36.000 US-$ am Ende mit 229.594 US-$ weit übertroffen und ist nun in die Phase der Vorbestellungen eingetreten. Ein einzelner Ubi kostet derzeit 219 US-$, ein Zehnerpack kommt auf 1399 US-$. Als Auslieferungstermin wird der April 2013 angepeilt.

Im Inneren von Ubi werkelt ein ARM Cortex-A8-Prozessor mit 800 MHz, der unter dem Betriebssystem Android 4.1 (Jelly Bean) läuft. Den Strom bezieht der Rechner, logisch, aus der Steckdose, die Vernetzung erfolgt über die WLAN-Standards 802.11b/g/n.

Für die Kommunikation mit dem User sind auch mehrfarbige LEDs integriert, so dass der Ubi zum Beispiel über das Web die Wettervorhersage abfragen und über die Farbe der LEDs die zu erwartenden Außentemperaturen anzeigen kann.

Weitere Informationen gibt es auf den Webseiten von Ubi und der Ubi-Kickstarter-Kampagne beziehungsweise in folgendem Youtube-Video von Ubi:

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