Embedded Raspberry Pi B+ Compute Development Kit jetzt erhältlich

Redakteur: Margit Kuther

Das Raspberry Pi Compute Development Kit besteht aus dem Raspberry Pi Compute Modul alias Raspberry Pi B+ und einer E/A-Entwicklungsplatine. und ist ab sofort im Handel erhältlich.

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Raspberry Pi Compute Development Kit: Compute Modul (unten) und E/A-Entwicklungsplatine
Raspberry Pi Compute Development Kit: Compute Modul (unten) und E/A-Entwicklungsplatine
(Bild: RS Components)

Das Raspberry Pi Compute Modul wurde speziell für Entwickler geschaffen, die Embedded-Systeme für den professionellen Markt kreieren.

Es ermöglicht Entwicklern, ihr eigenes Interface-Board als Host für das Compute Module zu nutzen und passt in einen Sockel des Standards DDR2 SODIMM und verfügt mit Broadcom BCM2835-Prozessor und 512 Mbyte RAM über die gleichen Basisfunktionen wie der serienmäßige Raspberry Pi.

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Die SD-Karte wurde durch ein eMMC Flash Device mit 4 Gbyte für das Betriebssystem ersetzt, und der gesamte Aufbau findet auf einer Platine von nur 67,6 x 30 mm2 Platz.

Das Compute Modul IO Development Board ist eine voll funktionale Open-Source-Entwicklungsplatine, mit der das Compute Modul verbunden wird und mit dem der Entwickler den Flash-Speicher programmieren kann sowie – vergleichbar mit dem serienmäßigen Raspberry Pi – einen einfachen Zugriff auf die Prozessorschnittstelle über Stiftleisten und flexible Steckverbinder erhält.

Die Entwicklungsplatine unterstützt die umfangreichen GPIOs und andere Anschlüsse und bietet so flexibles und schnelles Prototyping mit der kompletten BCM2835-Funktionalität. Sie enthält einen HDMI-Ausgang und USB-Anschlüsse, um ein komplettes System zu kreieren, mit dem das Betriebssystem des Anwenders gebootet werden kann und mit dem Entwickler die Designs mit dem Compute Module beginnen können.

Mit sowohl einem dezidierten Hardware-Design als auch den kompletten Funktionen einer Linux-Anwendung für Analyse- und Berechnungsaufgaben bietet das Kit alle notwendigen Fähigkeiten zur Selbstdiagnose für industrielle Lösungen an. Diese Kombination eignet sich etwa für die nächste Generation von Anwendungen für das Internet der Dinge.

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Raspberry Pi auf ELEKTRONIKPRAXIS.de

Details zum Raspberry Pi Compute Development Kit

Raspberry Pi Compute Module

SODIMM-Board (6,5cm x 3cm)

BCM2835-Chip mit 512MB RAM

On-board 4GB eMMC Flash

200-poliger Anschluss

Details zum IO-Board

Mehrere GPIO-Interfaces

1 x Micro-USB-Anschluss (Typ B)

1 x USB-Anschluss (Typ A)

2 x CSI-Port für Kamera-Boards

2 x DSI-Port für Display-Boards

HDMI-Anschluss

Weiteres

• Adapter für Kamera und Displays

• Stromversorgung

• 4 Jumper-Verbinder

Das Raspberry Pi Compute Development Kit ist für rund 190 Euro über Farnell und RS Components erhältlich. Ab Herbst 2014 soll das Raspberry Pi Compute Modul auch als Einzelkomponente verfügbar sein.

Eben Uptons Meinung zum Raspberry Pi B+

Eben Upton von der Raspberry Pi Foundation sagt: „Wir kamen auf die Idee für das Compute Modul, als wir sahen, wie viele industrielle und kommerzielle Entwickler einen Raspberry Pi in ihre Systeme integrierten. Wir wollten ihnen eine Lösung bieten, bei der sie die Rechnerfunktionen des Raspberry Pi in einem kompakten Format nutzen können und eine hohe Flexibilität für die Entwicklung der E/A-Funktionen für ihre Systemanwendungen erhalten“.

Weitere Gründe für die Entwicklung des Raspberry Pi verrät Eben Upton im Interview mit der ELEKTRONIKPRAXIS.

TIPP: Digitalkompendium Starterkits gratis

Tipp: Sie als Entwickler fragen sich regelmäßig, welche Platine ist für welche Aufgabe am besten geeignet, was für Entwicklungsumgebungen und Peripheriesysteme gibt es dazu? Und wie industrietauglich sind die Boards, wenn es über das Rapid Prototyping hinaus gehen soll? Dann lohnt ein Blick in das kostenlose Digital Kompendium Starterkits & Design-Tipps der ELEKTRONIKPRAXIS. Auch hier finden Sie Interessantes rund um Raspberry Pi & Co.

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