Siemens streicht 7800 Stellen - rund 3300 deutsche Jobs betroffen



  • Jetzt offiziell
    Siemens streicht 7800 Stellen - rund 3300 deutsche Jobs betroffen

    Dem Umbau bei Siemens fallen weltweit Tausende Jobs zum Opfer, auch die deutschen Standorte trifft es hart. Konzernchef Kaeser legte nun die offiziellen Pläne vor - die Arbeitnehmervertreter sind alarmiert.

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  • Liebe Elektronik Praxis,
    über die vergangenen Jahre und Jahrzehnte habt Ihr immer wieder Meldungen über Tausende von Stellen gebracht, die bei Siemens abgebaut wären. Wie wäre es, wenn Ihr diese Meldungen mal in einer Übersichtstabelle zusammenfasst: Jahr, Zahl der Stellen in Deutschland, Zahl der Stellen im Ausland, ggf mit Kommentar. Gerade für junge Ingenieure, die sich im Berufsleben orientieren und einen Arbeitgeber suchen, sollten solche Zahlen sehr informativ sein. Ich habe vor vielen Jahren mal bei Siemens begommen und bin nach 18 Monaten in so eine Entlassungswelle geraten, denn die Jungen müssen ja immer zuerst gehen, so will es unser Arbeitsrecht.



  • Ich sage nur Fachkräfte/Ingenieure braucht das Land.
    Der viel beschworene Fachkräftemangel in Deutschland sollte es doch richten oder
    habe ich etwa in der Vergangenheit die Informationen in den Nachrichten verschiedenster Arbeitgebervertreter falsch interpretiert?
    Bei gut 3000 Stellen die Siemens in DE streicht, müssten sich doch in ganz Deutschland die Firmenchefs die Hände reiben, endlich bekommen sie die Fachkräfte die sie seit Jahren so dringend suchen!
    Sorry das ich so reagiere, aber so sieht die Wahrheit aus, ich habe in den letzten Jahren kein einziges Mahl gelesen Firma XY stellt 3000 Fachkräfte aus den Bereichen xxx ein.
    Eine Tabelle wie im vorigen Kommentar angeregt wäre wirklich hilfreich: Welches Unternehmen stellte in den letzten Jahren wie viele Mitarbeiter tatsächlich neu ein und welche Unternehmen haben in der gleichen Zeit wie viele Stellen gestrichen.



  • Ich verweise hier mal auf den Artikel vom 19.01.2015:

    Siemens-Chef Kaeser:
    Deutschland braucht Zuwanderung

    http://www.elektronikpraxis.vogel.de/forum/messages.cfm?threadid=599D4FDE-4F53-4416-A675A6076E568652&page=1#newpost

    Und sage nur Blasphemie!



  • Ich möchte an dieser Stelle den Artikel vom 15.01.2015 in Erinnerung rufen:
    „Siemens-Chef Kaeser
    Deutschland braucht Zuwanderung“
    Eine Fahne im Wind!!



  • Mein Vorredner hat recht. Billiges Ingenieurvieh wollen die großen Konzerne - egal woher (Siemens ist nur einer davon), irgendwie müssen ja die Boni der Vorstände finanziert werden. Es wird mit aller Macht versucht, uns in neofeudalistische Strukturen zurückzubefördern, um uns dann hübsch am Gängelband zu halten. Zum Glück gibt es aber noch ein paar aufrechte Mittelständler, die ihre Mitarbeiter mit Samthandschuhen anfassen, da sie wissen, wer für ihre schönen Bilanzergebnisse verantwortlich ist.



  • Zitat: Es gehe vor allem um Verwaltungsstellen Zitat Ende. Würde doch bedeuten: Bürokratie und Verwaltung verschlanken - Ingenieursanteil rauf.



  • Fluktuation gibt es in allen Firmen. Wenn Siemens nun Stellen abbaut ist es in Wahrheit eher ein umschichten. Wieviele verlassen Siemens jedes Jahr sowieso schon? Anforderungen an die Skills verändern sich auch in der Verwaltung.
    Gelegentlich brauchen die Manager halt Futter für den Börsenkurs. Neueinstellungen werden eher selten protzig angepriesen. Ist ja aus Sicht eines BWLers auch nur ein Kostenfaktor. Leider werden zu viele Firmen von BWLern kastriert und sind so nicht mehr in der Lage neue Produkte zu erzeugen. Früher hat der Patriarch versucht Bereiche zu sanieren, heute werden diese bei kleinsten Problemen gleich verkauft. Daher: Neue Manager braucht das Land. Sanieren statt planieren ist angesagt.



  • …und gleichzeitig werden die Arbeitsplätze an die Ränder Europas verlagert, das schafft zusätzliche Kohle. Ein Hoch auf die Ellbogenmentalität vieler verantwortungsschwacher Aufsichtsräte!


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