Unternehmertum braucht höheren Stellenwert



  • Ex-Bosch-Chef Fehrenbach
    Unternehmertum braucht höheren Stellenwert

    Die Zahl der Firmengründungen war 2013 erneut rückläufig. Um das zu ändern, fordert Bosch-Aufsichtsratschef Fehrenbach mehr Unternehmertum in der Gesellschaft. Kindern müsse bereits in der Schule entsprechendes Wissen vermittelt werden.

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  • Danke, Herr Fehrenbach.
    Sie sprechen mir aus der Seele. Da ich seit 1990 selbstständig tätig bin, weiß ich, worum es geht. Das Bewusstsein für das Unternehmertum muss aber noch weiter gehen. Wer sich selbstständig macht, wird mit ab dem ersten Tag mit Vorschriften eingeengt. Ich müsste eine Gefährdungsbeurteilung für physische und psychische Belastungen ab dem ersten Mitarbeiter erstellen. Wie soll ich alle Gefährdungen psychischer Art beschreiben? Dafür brauche ich einen Psychiater und viel Geld. Und was hat der Mitarbeiter dann davon, dass alles mal aufgeschrieben wurde?
    Ich wünsche mir, dass die Politik und alle nachgeschalteten Organisationen sich mal eine Woche oder einen Monat zu Klein- und Mittelständigen Betrieben setzen und dann ihre Lehren daraus ziehen. Leider sehe ich meist jedoch keine Lehren, sondern nur Leere.

    Der Mittelstand steht zum Standort Deutschland. Nicht wegen, sondern trotz der Hilfen der Politik. Wie wahr.



  • Nun ja, da geben ich Folgendes zu Bedenken:
    Unser Wirtschaftssystem ist die SOZIALE Marktwirtschaft. Das bedeutet natürlich im Detail Zusatzaufwände für unsere Unternehmen, um schwächeren Mitgliedern unserer Gemeinschaft (Menschen mit Behinderungen, psychisch Kranke etc.) trotzdem Zugang zum Arbeitsleben zu ermöglichen. Denn jeder von uns weiß, wie wichtig Arbeit als Teilhabe am gesellschaftlichen Leben für das Individuum ist. Dafür gibt es gesetzliche Regelungen. Gäbe es diese nicht (vgl. das amerikanische Wirtschaftssystem), hinge dieses Teilhabe rein am persönlichen Wohlwollen des Unternehmers. Wie viele Unternehmer würden Menschen mit Einschränkungen beschäftigen ?



  • Ich. Und zwar ausschließlich. Sie sind die loyalsten Mitarbeiter, die es gibt.
    Vor 10 Jahren habe ich damit angefangen, Menschen mit Behinderungen einzustellen. Von Der Stadt gabs Unterstützung, vom Arbeitsamt auch. Der Krankenstand ist erfreulich niedrig, und es ist eine Freude, den Leuten beim arbeiten zuzuschauen.


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