22 Prozent der Vorstellungsgespräche führen zum Job



  • Job Trends Studie 2014
    22 Prozent der Vorstellungsgespräche führen zum Job

    Etwa jede achte Bewerbung macht Recruiter neugierig auf mehr: 13 Prozent der Bewerbungen führen zu einem Vorstellungsgespräch. 22 Prozent davon verliefen erfolgreich und begründeten ein Arbeitsverhältnis. Das zeigt die Studie Staufenbiel JobTrends Deutschland 2014.

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  • Wenn nur jeder Achte eingeladen wird und davon nicht einmal ein Viertel (22%) dann auch den Job bekommt, dann heisst das, dass im Mittel (!)mindestens 32 Bewerbungen nötig sind, um an eine Anstellung zu bekommen. Da stellt sich in Zeiten des sogenannten Facharbeitskräftemangels dann schon die Frage: Sind denn die Bewerber so unqualifiziert oder haben die potentiellen Arbeitgeber so überzogene Vorstellungen?

    Fachkräftemangel sieht anders aus.

    Wenn man mal von Vermessungs- und Bauingenieueren absah, waren in den achtziger und frühen neunziger Jahren meist weniger als zehn Bewerbungen nötig, um im Ingenieurbereich zu einer Festanstellung zu kommen. Und Zeitarbeit oder Dauerpraktika gab es damals auch noch nicht …

    Dafür zahlen sich heute (dieses Jahr 2014 lt. aktuellen Presseberichten) viele Vorstände trotz teilweiser Erfolgslosigkeit Rekordgehälter...
    da stellt sich dann schon die Frage, ob DAS Geld nicht lieber in ordentliche Nachwuchsrekrutierung und Aus- und Weiterbildung gesteckt werden sollte?



  • Die Überschrift müsste lauten 78 Prozent der Vorstellungsgespräche führen zu keinem Job.

    Und nun können wir darüber diskutieren warum dem so ist.

    Und was das für Gründe und Implikationen hat.



  • Fachkräftemangel sieht anders aus. … ein altes Thema neu aufgekocht. Vor meinem jetzigen Job war ich 6 Monate auf Jobsuche.

    Die Wahrheit ist, das manche Stellen nie besetzt werden, da es am perfektem Mitarbeiter mangelt. Der Kostendruck ist sehr hoch. Die bestehenden Mitarbeiter müssen dann mehr arbeiten, weil keine Zeit und kein Geld vorhanden ist, einen neuen Mitarbeiter einzuarbeiten.



  • Lediglich 5000 Arbeitsverträge aus 170000 Bewerbungen? Das sind noch nicht einmal drei Prozent! Wie kommts? Sind die Bewerber so schlecht oder die Ansprüche der Firmen so hoch? Oder handelt sich dabei auch um die Unsitte von Unternehmen, Fake-Stellenanzeigen zu veröffentlichen, auf die sich Interessenten vergeblich bewerben?



  • Fake-Stellenanzeigen ?? –- Stellenanzeigen sind das billigste Marketinginstrument das es gibt. Das zeigt einem möglichen Kunden das es dem Unternehmen gut geht. Ich habe bei meiner Jobsuche Absagen bekommen und gleichzeitig gesehen das weiter gesucht wurde. Die neuen Mitarbeiter müssen perfekt passen (90%) -- in der Elektronik ist das beinahe unmöglich.



  • natürlich gibt es einen Fachkräftemangel. Nämlich Mangel an Mitarbeiter, die jünger als 30 Jahre alt sind, die bereit sind über 10 Stunden am Tag zu arbeiten, für max 2000 € Brutto, und jederzeit erreichbar, auch am Wochenende
    Ich kann die Firmen schon verstehen, und Ihr Gejamer über diesen, wie nennt mann das, ach ja, Fachkräftemangel



  • Es gibt sicher auch Stellenanzeigen, die gesetzlich vorgeschrieben sind. So muss ein Unternehmen teilweise nachweisen, dass es keine lokalen Mitarbeiter findet, wenn sie Ausländer einstellen will. Oder man will sich des Vorwurfs des gemauschels erwehren. So wird die Anzeige dann auf den Mitarbeiter zugeschnitten, der eingestellt werden soll, und schon vorhanden ist.
    Da sind dann die 13 fliessenden Sprachen genannt, die 5 Kinder, die blauen Augen, und schon findet man keinen und muss dann leider auf den Schwager des Geschäftsführers zurückgreifen, oder die Schwester des lokalen Bürgermeisters…



  • Also deutsche Firmen lassen sich gerne Zeit. Ich hatte mich zeitgleich in Deutschland und England beworben, und bis dann die Absage auf die erste Bewerbung aus Deutschland kam, hatte ich schon 3 Gespräche und 2 Jobangebote in England.



  • Moin,
    suche auch gerade und seh oft nur Stellen

    Wir fordern, fordern, fordern. Interesse?
    Leistungsgerechte Entlohnung sind dann 2k.
    45hr Vertrag und Überstundenkonto….

    Es gibt keinen Fachkräftemangel, es gibt einen Mangel an bekloppten
    Fachkräften die sich auf so was einlassen!

    Scheinstellen sind auch was schönes, habe eine Firma die seit 3 Jahren alle 5Monate die selbe Stelle für 6 Wochen Schaltet.
    Mit Dezentem Hinweis auf ihre neue Fertigungslinie^^
    😉

    mfg
    RS



  • zu den Fake-Anzeigen: Ich hatte mich bei einer Firma aus der Medizinbranche, die einen Elektrotechniker suchte, beworben. Natürlich kam eine Absage ( bin wohl mit 55 Jahren viel zu alt für den Arbeitsmarkt), aber die Anzeige blieb, und das seit 2 Jahren!!
    Tolle Firma muss das sein, die seit über zwei Jahre die Stelle nicht besetzen kann (will?)



  • Rechnerich gesehen müsste ich nach 35 Bewerbungen einen Job haben – nach 100 Bewerbungen und 6 Monaten habe ich noch keinen Job. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit das die Aussage stimmt.


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