Nachhaltig auf dem Weg zur Strom-Apokalypse



  • Nachhaltig auf dem Weg zur Strom-Apokalypse

    Die Stromversorgung in Deutschland wird Jahr für Jahr „grüner“. Laut Bundesministerium für Wirtschaft wächst der Anteil der Erneuerbaren Energien am Stromverbrauch beständig: von rund sechs Prozent im Jahr 2000 auf rund 38 Prozent im Jahr 2018.

    zum Artikel



  • 50-60% Erneuerbare plus 50% Backup für Erneuerbare-mittels Kohle/Gas/ AKW



  • Lieber Herr Kuther,
    Ihre Einschätzung hat mich sehr gefreut. Wir arbeiten als Theoretiker ja oftmals sehr analytisch und geraten dabei leicht in die Irre. Wichtig ist die Meinung der Praktiker vor Ort. Diese sind nämlich nahe an den Problemen.
    Vielleicht schaffen wir es doch noch gemeinsam, den flächendeckenden Blackout zu verhindern oder ihn regional zu begrenzen. Am besten wäre Berlin-Mitte geeignet.
    Herzliche Grüße aus Dresden
    Ihr Sigismund Kobe



  • Wer etwas will, sucht Wege. Wer etwas nicht will, sucht Gründe. (Harald Kostial)

    Natürlich kann die Stromversorgung in einem erheblich höheren Maß nachhaltig gestaltet werden ohne die Versorgungssicherheit zu gefährden! Es ist doch so, dass sich die Industrie keinesfalls bewegen wird, wenn nicht von politischer Seite aus Druck ausgeübt wird, so wie es jetzt eben passiert. Klar, dass dann diejenigen anfangen zu jammern, die bislang gut vom Business as usual gelebt haben, das war zu erwarten.

    Speicherlösungen für den Strom sind z.T. vorhanden und/oder werden vielversprechend erforscht. Projekte gibt es zuhauf. Die Schaffung größerer Erzeugungskapazitäten erneuerbaren Stromes wird die Versorgungssicherheit weiter erhöhen, da dann auch an Mistwettertagen noch ausreichend produziert werden kann.

    Wer hätte vor 20 Jahren gedacht, dass die Stromerzeugung in Deutschland zu 30% nachhaltig realisiert werden kann? Wer hätte gedacht, die Erneuerbaren könnten einmal die Braukohle überholen?

    Den Rest schaffen wir auch noch! 😉
    Man muss nur den Willen haben, dann gehts.



  • Wer Bedenken tragen will, sucht Gründe.



  • Liebe Theoretiker,
    Über Euch ärgere ich mich beim Thema Energiewende und Co am meisten.
    Die Verallgemeinerungen, wir haben genug Energie aus regenerativen Quellen und können sukzessive Atom und fossile Quellen ablösen.
    Bitte habt Mitleid und hört einmal auf die Praktiker und Fachleute.
    Statistisch und theoretisch stimmt die Aussage.
    Aaaaaaaaaber: die Praxis, die durch physikalische Gesetze und Logik untermauert wird, sieht ganz anders aus. Konzentration der Windenergie-Stromerzeugung find geographisch in den Regelzonen von TenneT und 50Hertz statt.
    Solarenergie hat ihren Schwerpunkt primär in Bayern u Baden-Württemberg.
    Wind plus Sonnen-Energiemengen aufsummiert und BRD ist aus dem Schneider ??? Weit gefehlt. Es fehlen die immer wieder geforderten Transportleitungen. Aber selbst damit würden wir die Wende nicht schaffen.
    Es fehlt an Primärenergie-Quellen, aus denen ganz Berben flauteund bedecktem Himmel Stromversorgung werden kann. Wir haben kaum Speicher, und die paar speicherstauseen sind im Süden.
    Uns fliegt die Energieversorgung um die Ohren, wenn wir den Bedarf künstlich erhöhen, zB eMobilität und gleichzeitig die primärquellen für die Energieerzeugung runterfahren. Das Delta bekommen wir mit dieser Energiepolitik nicht in den Griff.
    Ach ja: das Netz fliegt uns um die Ohren.
    Wir haben mit ENTSO-E eine starke Steuerinstanz, die die planbarenenergiemengen Miezekatze steuert. Das geht dann nicht mehr, wenn wir eine Überproduktion anungeplantem Strom haben - Sonnenschein und Starkwind - und wir diese Überproduktion nicht mehr Zahnschmerzen Polen ableiten können oder Dänemark und Schweden auch genug Energie im Netz haben und wir selbst gegen Strafzahlungen den Strom nicht mehr los werden.
    Statistisch steht brd an solchen Tagen gut da, aber energietechnisch steuern wir auf eine. Abgrund zu.
    Nachzulesen in den strommarktdaten auf www.smard.de am 22.4.2019 gegen 12.00 h



  • Wir machen es einfach. Wir arbeiten nur noch wenn der Wind pustet. Ansonsten gehen wir zu Bett oder graben die Felder um, um nachhaltige Lebensmittel zu erzeugen.
    Wäre dass nicht eine Lösung?
    Die Batterien-Ladung für unsere Fahrräder erzeugen wir, indem wir auf unserem Ergometer solange Strampeln bis die Batterien voll sind.
    Wir kochen mit Strom, den wir im Kreis der Familie erzeugen, Hund, Kind, Oma und Opa strampeln gemeinsam für Mittagessen. Wäre das nicht auch sozialpolitisch korrekt?



  • 🙂 Sehr interessant! Da diskutieren Menschen auf dem Wissensstand eines Fahrradmechanikers (Kobe / Kuther) darüber, warum ein Elektromotor nicht funktionieren kann. Er hat ja gar keine Pedalen 😂

    Mal ehrlich: Wer in diesem Zusammenhang von Pumpspeichern und einigen Großspeichern redet hat das Problem noch nicht einmal richtig verstanden.

    Bitte solche komplexen Themen einfach denjenigen überlassen die Ahnung davon haben.



  • Sehr geehrter Herr Kuttner,
    Herr Pütz hat einen Artikel von Kobe auf seiner Facebook-Seite verlinkt. Dieser Artikel gibt auch die Auffassung von Herrn Pütz wider. Eine Versorgung mit rein regenerativen Energien ist nicht möglich. Doch schon am Anfang des Artikels steht ein wesentlicher Satz: Die Versorgung aus rein regenerativen Energien sei deshalb nicht möglich, weil es nicht genügen Großspeicher gibt. Sowohl Kobe, als auch Pütz (oder in einem anderen Zusammenhang auch Hans-Werner Sinn) sprechen in diesem Zusammenhang immer nur von Pumpspeicherwerke.
    Doch schon das stimmt nicht. Eine auf rein regenerative Energien aufgebaut Stromversorgung würden die Gasspeicher nutzen, die ja jetzt schon als Krisenversorgung existieren. Kurz power to gas.
    Es wäre sinnvoll, wenn man schon über dieses Thema sich öffentlich äußert, zuerst auch die entsprechenden Konzeptionen vorher anzuschauen.
    Zum Beispiel:
    https://www.youtube.com/watch?v=tR95eD2ZuAU&t=74s



  • Meinem Vorredner kann ich hier nur vorbehaltlos zustimmen: power-to-gas wäre eine der bedeutendsten Säulen auf der die Energiewende stehen kann.

    Gas (Methan/Wasserstoff) lässt sich in stationären Anlagen sehr gut speichern, auch ist diese Technologie schon seit langer Zeit erprobt. Neben power-to-gas für die großen Energiemengen benötigen wir zusätzlich Batteriespeicher verschiedener Größenordnungen für Primär- und Sekundärregelleistung. Da solche Speichersysteme noch erheblich schneller reagieren als selbst das tollste Gasturbinenkraftwerk steht bei entsprechender Skalierung einem superstabilen Netz nichts mehr entgegen. Vermutlich wird es dann sogar besser funktionieren als derzeit.

    Die Energiewende ist eine bedeutende Chance für die deutsche Industrie in einem der wichtigsten Zukunftsmärkte weltweit tonangebend zu werden. Wir sollten diese Chance nicht verspielen, weil ein paar Leute von gestern mit ihrem Wissen von gestern behaupten, es ginge nicht (mit den Methoden von gestern).

    Alle sagten: Es geht nicht!
    Da kam einer der das nicht wusste…
    ... tat es einfach!



    • wer sich über den Stand der Erzeugung und des Verbrauchs informieren möchte, einfach auf dem agorameter schauen. Es gibt dort immer wieder Zeitpunkte, zu denen weder Solar noch Wind etwas beitragen. 10x mehr Windräder (wohin bauen) bringen dann 10x mehr Leistung? Also von 1% auf 10%. Solar an trüben Tagen? 10x soviel Solar?
    • dürfte jedem klar sein, dass wenn über den Bedarf gebaut wird, oder Speicher gebaut werden, dafür Energie aufgewendet werden muss: Graue Energie.
      Diese verschlechtert das Verhältnis Energieertrag über die Lebensdauer zu Energieaufwand.
    • wer baut diese Gaskraftwerke? Wann?
    • wer baut und installiert (verkauft, bzw. finanziert) die Batteriespeicher in der benötigten Grössenordnung?
    • viel Zeit haben wir nicht mehr. In ein paar Jahren sind die Atomkraftwerke weg, und Kohle auch sukzessive. Zum Glück haben wir die Franzosen und Polen, die uns dann aushelfen. Hoffentlich?


  • Ich als Praktiker, der sich seit 30 Jahren mit EE beschäftigt, habe keine Zweifel, dass 100% EE funktionieren werden. Es gibt längst funktionierende Lösungen für alle anstehenden Probleme. Niemand hat behauptet es sei einfach. Aber Bedenkenträgerei von Leuten mit bestimmten Interessen oder ohne Ahnung gab es schon immer.
    Ich erinnere mich an eine Aussage von Umweltministerin Angela Merkel in den 90er Jahren, dass EE auch langfristig nicht mehr als 4% der deutschen Stromversorgung übernehmen könnten. Das war aus einer damals laufenden Anzeigenkampagne des RWE nachgeplappert.
    Und wo stehen wir jetzt?



  • …es gab mal Pferdekutschen,in welchem Auto fährt der Herr heute,ich könnte zigtausend Beispeile nennen, wo uns die Fähigkeit zu Denken bzw. Nachzudenken voran gebracht hat, zumindest wenn man es im positiven Sinne sieht. Gut das es neue Generationen gibt, die den Mut haben, über den alten Tellerrand ihrer Vorfahren hinweg zu gucken. Der Mensch hat ein Organ im Kopf, dass für eine bestimmte Funktionen bestimmt ist....meiner Meinung nach sich weiter zu entwickeln. Mut und Weitsichtigkeit wurde und wird immer belohnt! Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg. Auch die Energiewende werden wir (bzw. wenn nicht wir unsere Kinder), vernünftig und ohne Öl und Gaskriege lösen (bzw. lösen müssen), ob einigen das nun passt oder nicht. Natürliche Ressourcen dafür gibts gratis für viele, viele, viele....Jahre, man muss sie sinnvoll und mit Sachverstand nutzen, aber nur das kann der Weg sein.



  • Ich als Praktiker,..
    Es gibt längst funktionierende Lösungen für alle anstehenden Probleme….

    Wer da bei soviel Geplapper nicht hellhörig wird, hat nie in der DDR Prawda lesen gelernt - zwischen den Zeilen.....
    Aber vielleicht meinen sie es so: es geht alles, egal was es kostet u. wie wenig/viel Energie wir brauchen?

    Stichwort Geplapper:
    Ein H.Trittin/damals Minister hatte uns Wähler belehrt (noch Jahre nach Fr.Merkel s.o.) die EEG Mehrkosten betragen für eine 4 köpfige Familie nicht mehr als eine Kugel Eis...pro Monat!
    IST Kosten:Die Betreiber der durch das EEG subventionierten Wind- und Solaranlagen erhielten für diese produzierte Strommenge 296,257 Milliarden Euro. Tatsächlich war dieser Strom am Markt nur 68,024 Milliarden Euro wert. Die Mehrbelastung der Stromkunden betrug 228,233 Milliarden Euro.
    Quelle: https://eifelon.de/umland/physik-professor-sigismund-kobe-deutsche-energiewende-wird-wie-seifenblase-platzen.html?fbclid=IwAR3epXwARcbGv6qYHfSGMTDzNWqKX8maj0GkKqNn843wegUPGekEhzU6MSc

    Vorschlag zur Güte: Bitte einen Gegenentwurf zu der hier diskutierten Analyse des Zappelstroms!
    MfG
    Her mit ihren Lösungen, bitte.



  • Hätte mein Vorredner obige Posts gelesen, hätte er diese Lösungen bereits entdeckt und müsste nicht hier noch einmal fragen.

    Warum bitte sollte subventionierter Kohle- oder Atomstrom besser sein als subventionierter EE-Strom? Durch den massiven Einsatz regenerativer Erzeugung ist Ökostrom übrigens dermaßen billig geworden, dass er die konventionellen Kraftwerke in den Kosten oftmals bereits unterbietet.

    Wegen immer noch laufender Altanlagen, die immer noch mit sehr hohen kWh-Preisen gefördert werden, ist die EE-Umlage derzeit ziemlich hoch, das stimmt. In wenigen Jahren werden allerdings die teuersten Anlagen aus der Förderung fallen und dann gibt es keinen Grund mehr, die EE-Umlage so hoch zu halten. Die Preise werden sinken.

    Es bleibt dabei…
    Wer immer nur am Althergebrachten festhängt, wird überholt werden. Lieber bin ich derjenige, der andere überholt.



  • Sehr geehrter Herr Kuther,
    Ich kann Ihren Gedankengängen folgen und kennen auch das zitierte Video. Drei Anmerkungen dazu:
    • Ich vertrete auch den Standpunkt, dass die jetzige überstürzte Energiewende mehr Probleme schafft, als sie löst und Deutschland Gefahr läuft, sich selbst zu deindustrialisieren.
    • Gleichzeitig muss ich auch anmerken, dass die Natur und in ihr das Leben deshalb sich über Milliarden von Jahren auf der Erde behauptete, weil stabile Kreislaufprozesse, die sich gegenseitig im Gleichgewicht halten, als Existenzgrundlage hat. Sie (die Natur d. R.) kennt kein profitorientiertes Wachstum. Ungezügeltes Wachstum mit Verdrängung anderer führt in ihr über kurz oder lang zum Tod. Die Krankheit Krebs ist ein Beispiel dafür. Der Mensch ist wie Krebs in der Natur, wenn er sein Verhalten nicht ändert. Die Natur wird in jedem Fall wieder gesunden – mit oder auch ohne Menschheit.
    • Die Aufgabe Energieversorgungssicherheit auf Basis regenerativer Ressourcen ist auf nationaler Ebene nicht zu lösen. Die Regionen, die optimales Ertragspotenzial haben (z.B. Wüstengebiete zwischen nördl. und südl. Wendekreis) sind weitestgehend unbewohnt, unerschlossen und oft politisch instabil. Die (elektr.) Energie kann von dort nicht leitungsgebunden in die Bedarfszentren transportiert werden, da die Leitungsverluste zu groß sind. Für mich heißt das, Wasserstoff als transportablen Energieträger mit hoher Speicherdichte einzusetzen. Daran muss gearbeitet werden, wenn auch kurzfristig dabei kein Geld verdient werden kann. Gleichzeitig müssen Rahmenbedingungen geschaffen werden, die eine stabile Nutzung der Gebiete sichert, in denen regenerative Energieträger stabil mit höchstmöglicher Energiedichte verfügbar sind.

    Ich empfehle Ihnen das Buch: „Die Zukunft unserer Energieversorgung“ von Prof. Pelte, welches auf wissenschaftlicher Grundlage und für einen Ingenieur verständlich die Grenzen aufzeigt, die uns diese Erde mit ihren Abmessungen und Ressourcen bietet.
    Das Buch: https://www.amazon.de/Zukunft-unserer-Energieversorgung-Dietrich-Pelte/dp/3658058145
    Die Webseite: https://www.physi.uni-heidelberg.de/~pelte/energie/energie3/start.htm



  • Hallo Herr Prof. Kobe,

    schön, dass Sie sich hier direkt zu Wort melden.

    Ich finde es immer wieder sehr spannend, wie zu jeder technischen Entwicklung in Deutschland sich gleich Leute finden, die vorrechnen, warum das alles physikalisch nicht möglich sei. Ärgerlich wird das dann besonders, wenn man in die Details dieser Berechnung einsteigt und sich fragt, warum denn wichtige Aspekte scheinbar gezielt ignoriert werden.

    Alleine die Behauptung, PV spiele keine Rolle ist schon sehr bedenklich. Dank der PV brauchen wir seit über einem Jahrzehnt kaum noch Spitzenlastkraftwerke, um die Mittagsspitze abzufangen. Diese Kraftwerke kosten bis über 1€/kWh und werden weitgehend durch PV ersetzt, die selbst zu den teuersten Zeiten der Einspeisevergütung weniger als die Hälfte kostete und mittlerweile sogar unter den Vollkosten von Kohlekraftwerken liegt.

    Spannend ist auch die Behauptung, dass die Erneurbaren keinen Einfluss auf den Börsenpreis hätten, weil sie eine feste Vergütung erhalten. Das ist nur die Hälfte des Prozesses. Der Anlagenbetreiber erhält einen garantierten Preis für seinen Strom, das ist so weit richtig. Der Strom wird dann aber so gehandelt wie jeder andere Strom auch. Entweder im Direktvertrieb mit langfristigen Abnahme- und Liefergarantien oder halt an der Strombörse. Und genau an der Strombörse kommt es dann immer wieder zu der Situation, dass Kohlekraftwerke aus Gründen der Netzstabilität nicht aus dem Netz gehen, wenn das Angebot an Erneuerbaren grad besonders hoch ist. Das kann dann negative Börsenpreise ergeben, was die EEG-Umlage hoch treibt, da die Differenz zwischen erzieltem Preis und gezahlter Einspeisevergütung über die Umlage finanziert wird.

    Die Beobachtung, dass wir zu wenig Speicher haben ist auch spannend. Man könnte auch sagen: Ach was?

    Die Regelsetzung im Strommarkt verhindert effektiv den Bau von Speichern, da diese als Verbraucher und Erzeuger betrachtet werden und so diverse Belastungen, wie Netzentgelte, doppelt zahlen müssen. Sie beklagen also, dass etwas nicht gebaut wurde, das gezielt verhindert wurde.

    Es ist kein technisches Problem die Energiewende im Stromsektor zu 100% zu vollziehen, es ist ein politsches Problem. Mit der ständigen Weissagung der Apokalypse schaffen es Esperten die Politiker davon zu überzeugen konzernfreundliche Regeln zu schaffen, die den Ausbau der sinnvollen Infrastruktur verhindern. Unsere aktuellen Regeln zum Strommarkt lassen sich zusammen fassen mit dem Satz Es ist sicher zu stellen, dass die Kohlekraftwerke so lange wie möglich Geld verdienen.

    Aber die Behauptung, man könne die notwendigen Speicher nicht bauen, ist eine komplette Falschaussage. Sie werden nicht, bzw. kaum gebaut, weil sie durch die Regelsetzung nicht wirtschaftlich arbeiten können. Die Technologie dafür ist da, mit Batterien und Power-2-Gas stehen Lösungen bereit. Natürlich kann man behaupten, das ginge alles nicht, dann fragt sich nur, wer das mal den Leuten sagt, die z.B. in Feldheim (Treunebrietzen, Brandenburg) eine Lösung geschaffen haben, mit der sich der gesamte Ort autark aus Erneuerbaren versorgt. Und ja, das lässt sich skalieren.

    PS: Warum veröffentlichen Sie in einerm Provinzmagazin und ist es Ihnen eigentlich peinlich, dass EIKE und Vernunftkraft Sie hochjubeln?

    Guido Körber


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