Aus für das Tablet am Steuer - ohne Wenn und Aber



  • Forderung von Verkehrsminister Dobrint
    Aus für das Tablet am Steuer - ohne Wenn und Aber

    Wer sich bei Tempo 100 eine Sekunde lang ablenken lässt, legt 27 Meter im Blindflug zurück. Deshalb soll die Tablet-Nutzung am Steuer ausdrücklich verboten werden. Doch selbst bei der Polizei gibt es Zweifel.

    zum Artikel



  • Träumen Sie weiter, Herr Minister. Sie fahren ja bestimmt mit der Bahn.



  • Das soll auch dann gelten, wenn der Fahrer das Tablet als Navigationsgerät nutzt und sich zu lange vom Straßenverkehr ablenken lässt

    Herzlichen Glückwunsch, Herr Dobrindt! Ein weiterer Beitrag von Ihnen zum Thema Wettbewerbsverzerrung bzw. Lobbyismus für die Autoindustrie.

    Im Umkehrschluss heisst das dann: Ich darf mich nur von festeingebauten, mehrere tausend Euro teuren Navigationsgeräten der Autohersteller ablenken lassen?

    Ein Witz das Ganze: Wer ein Tablet für 250 Euro kauft und es sich auf das Armaturenbrett klebt, hat größere Funktionalität, bessere Softwarequalität und vor allem regelmäßige kostenlose Updates. Warum soll ich für weniger ein paar tausend Euro ausgeben?



  • Bekommen dann Tesla Fahrer oder diejenigen mit unübersichtlichen bzw großen Navis bei Fahrtantritt pauschal ein Bußgeld aufgebrummt?



  • Sehr geehrter Herr Dobrindt, wer solche Vorschläge macht, führt auch abschaltbare Notbremsassistenten für LKW ein. Machen Sie endlich Ihren Job!



  • Im Artikel heißt es zwar: Das soll auch dann gelten, wenn der Fahrer das Tablet als Navigationsgerät nutzt und sich zu lange vom Straßenverkehr ablenken lässt… - aber wenn ich aufmerksam lese, ist dem die Prämisse Wer während der Fahrt ein Tablet in die Hand nimmt... vorgeschaltet. So gibt es durchaus einen Sinn. Nicht das Fahren nach Tablet/Navigationsgerät lenkt ab, aber das Eintippen eines neuen Ziels schon. Was zum Glück nur selten während der Fahrt nötig ist - aber es spart ja enorm viel Zeit, erst loszufahren und dann das Ziel einzugeben. Sollte das Tablet unterwegs vom Armaturenbrett herunterfliegen, so dass ich mich während der Fahrt danach bücken muss, ist die Verkehrssicherheit wohl auch zum Teufel.



  • Ich frage mich ebenfalls, wie unterscheidet man zwischen einem Tablet oder Phablet mit Navigationssoftware und einem Navigationsgerät? Wie viel sicherer ist ein Navigationssystem im Radio gegenüber einem Navigationssystem neben oder hinter dem Lenkrad? Also, wer sicher fahren will sollte einen Beifahrer auf dem Nachbarsitz haben, der Schaltvorgänge, Geschwindigkeitsbegrenzungen und Parkmöglichkeiten vorliest, sowie einen Navigator auf der Rückbank mit Navigationsgeräten, Sprechfunk und Radio für Verkehrsnachrichten, sowie Kartenmaterial für die Route.



  • Aus für ALLES am Steuer was ablenkt - ohne Wenn und Aber !!!
    Da hilft auch keine Freisprecheinrichtung – es ist die geistige Beschäftigung mit dem Inhalt des Gesprächs. Man erkennt dies bei Vorausfahrenden sofort daran, dass Spur und Geschwindigkeit nicht mehr gehalten werden. Es gilt ebenso für die analoge Kommunikation zwischen Fahrer und Beifahrer mit wilder Gestikulation von Händen und Armen. Wenn dann vor mir in Schlangenlinien gefahren wird mach ich dem Gespräch mit einem Hupkonzert ein Ende. Die Autoindustrie trägt zur Verschlimmerung der Ablenkung immer mehr bei: Das Infotainmentcenter im Armaturenbrett!



  • Der Kunde will es so.


Log in to reply