Handel soll Elektronik-Altgeräte zurücknehmen



  • Forderung des bvse
    Handel soll Elektronik-Altgeräte zurücknehmen

    "Der heute von der Bundesregierung gebilligte Gesetzentwurf für eine Novellierung des Gesetzes über das Inverkehrbringen, die Rücknahme und die umweltverträgliche Entsorgung von Elektro- und Elektronikgeräten (ElektroG) ist ein wichtiger Schritt hin zu mehr Recycling von ausgedienten Elektrogeräten", erklärte Eric Rehbock, Hauptgeschäftsführer des bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung.

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  • Das Gesetz wird ein Papiertiger bleiben. Ich gebe meine ausrangierten Computer und Monitore stets ordnungsgemäß bei der Sammelstelle ab. Zeitgleich erscheinen Berichte in den Medien, in denen sich nahezu baugleiche Geräte auf riesigsten Müllhalden in Afrika türmen und die da Stück für Stück zerlegt werden und dann die Leiterplatten unter freiem Himmel über offenem Feuer unter erheblicher Schadstoffemission mit unmittelbarer Exposition der Arbeiter solange angekokelt werden, bis die Platinen das Kupfer freigeben. Da wäre das Lagern der Computer auf dem Dachboden bis zum St. Nimmerleinstag die umweltschonendere Alternative gewesen - aber da hatte meine Frau was dagegen 😉



  • Bitte mal aufmerksam die WEEE Richtlinie lesen. Dort steht das alles schon drin, seit 2003. Dass Deutschland das ElektroG nicht dementsprechend umgesetzt hat, ist mal wieder typisch. Bei der Umsetzung der Richtlinien in nationales Recht ist Deutschland oft Schlusslicht in Europa.

    Und in der WEEE Richtlinie von 2003 und der neuen von 2012 steht auch, dass egal was der Hersteller oder Gesetzgeber macht, fuer den Verbraucher soll die Rueckgabe in jedem Fall kostenfrei sein.

    In Hong Kong geht das so: der Lieferer der neuen Waschmaschine oder des neuen Kühlschrankes nimmt das Altgerät mit. Der Platz auf dem LKW ist ja da.
    Kleingeräte werden neben die Mülltonnen gestellt und werden dort weggeschnappt, weil es Schrottsammelstellen gibt, wo man dafuer Geld bekommt. Das gleiche passiert mit alten Möbeln, Plastikflaschen jeder Art, Papier und Karton in größerem Umfang, Glasflaschen, Büchsen, usw. Wenn man umzieht, ist kurz darauf die lokale Müllsammelfrau da und fragt, wann sie die Pappen abholen kann.


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