Softwareexperte Erik Meijer bezeichnet agile Methoden als „Krebsgeschwür“



  • Kritik an Scrum & Co.
    Softwareexperte Erik Meijer bezeichnet agile Methoden als „Krebsgeschwür“

    Agile Methoden werden weithin als Erfolgsrezept gegen verkrustete Software-Entwicklungsprozesse gesehen. Doch der niederländische Informatiker und Dozent Erik Meijer polemisiert scharf gegen die agilen Modelle.

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  • Schön, wenn wieder einmal mit nichtssagenden Begriffen herumgeworfen wird.
    Was heisst eigentlich agil?
    Lt. Duden sind passende Synonyme (Ersatzwörter für agil): betriebsam, beweglich, energiegeladen, geschäftig, geschickt, gewandt, lebhaft, quecksilbrig, rege, rührig, temperamentvoll, unruhig, vital, wendig;
    Selbst die [auf Softwareentwicklung bezogene] Beschreibung in der [deutschen] Wikipedia ist teilweise eher unfreiwillig komisch, selbst wenn sie sicherlich gut gemeint ist.
    Was in einer idealen Welt die ideale Lösung ist, kann aufgrund der Unzulänglichkeit des Menschen in der Praxis praktisch nie funktionieren.
    Beispiele gefällig?:
    Christentum, Humanismus, Kommunismus bzw. Sozialismus (die sich übrigens in ihrer jeweiligen idealisierten Form gar nicht so sehr unterscheiden) und vieles mehr.
    Mit einer orrrrrdentlichen Portion Polemik, einem Hauch von Bosheit und einem guten Schuss Zynismus interpretiert lässt sich agile Softwareentwicklung beschreiben wie folgt:
    Jeder macht was er will, kümmert sich um nichts, hält sich an keine Regeln und liefert dem Zielkunden schnell irgendetwas .Und dies in der Erwartung, dass sich der Kunde die Arbeit macht, aus dem, was tatsächlich geliefert wurde, genau das heruszupicken, was für die jeweilige Aufgabe brauchbar ist.
    Das gibt es allerdings schon seit Jahrzehnten: Bananensoftware (reift beim Kunden) ist nun wirklich nichts neues. Neuer Wein in alten Schläuchen halt…
    Nochmals: Die Idee an sich wäre gut, die Umsetzung bleibt aber dank menschlicher Unzulänglichkeiten eher bescheiden...
    Wie heisst es schon bei Herrn Shakespeare:
    Viel Lärm um nichts...



  • Code ist kein Selbstzweck und Softwareentwicklung ein Kommunikationsproblem. Guter Code entsteht daher aus fachlicher Expertise, einer hohen Kommunikationsfähigkeit und einer effizienten Zusammenarbeit der beteiligten Disziplinen. Agile Vorgehensmodelle fördern aus meiner Sicht alle drei Bereiche in einem bisher nicht gekannten Maße.



  • Agile Methoden? Ja, ich hörte davon. Nachgefragt wurden sie bei mir zumindest im Embedded-Bereich noch nie. Es regiert das V-Modell. Das dürfte auch rechtliche Ursachen für den Haftungsfall haben. Und welcher Auftraggeber will sich denn voll in einen agilen Entwicklungsprozess einbinden lassen?



  • Die Interpretation scheitert wie immer am journalistischen Hang zur Sensation. Es spielt keine Rolle, ob man ein schnelles V-Modell macht oder langsames SCRUM/ XtremeProgramming/ … Mit den falschen Gruppenmitgliedern ist auch das richtigste Vorgehen zum Scheitern verurteilt. Andere längst tote Pferde, die man wieder aufzäumen könnte: Software through pictures oder Baukastendesign. Einzig unverstümmelte Stelle: »…Entwickler und Geschäftsleute nicht in der Lage seien, eine gemeinsame Sprache zu finden.« Es ist nun mal kein Handwerk, sondern Kunst und die ist bekanntlich teuer.


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