Sechs Gründe, warum Sie auf Silizium-MEMS als Zeitreferenz setzen sollten



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    Sechs Gründe, warum Sie auf Silizium-MEMS als Zeitreferenz setzen sollten

    Lange gaben Quarzoszillatoren in elektronischen Systemen den Takt vor. Diese werden aber mehr und mehr von MEMS-Oszillatoren verdrängt – und das hat gute Gründe.

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  • Jetzt weiß ich immer noch nicht, was MEMS sind und wie sie funktionieren. Arbeiten sie wie Quarze mit piezoelektrisch angeregten mechanischen Schwingungen (Biege- oder Torsionsschwingungen)? Sind es rein elektrische Resonatoren, ähnlich den Hohlraumresonatoren? Beides würde wegen der erforderlichen Baugröße bei den genannten Frequenzen nicht funktionieren. Oder arbeiten sie mit piezoelektrisch angeregten akustischen Wellen? Wie kann die Frequenz eingestellt und so genau eingehalten werden? Ist nachträglich eine Frequenzänderung möglich, oder nur während des Herstellungsprozesses?
    Der Artikel hinterlässt mehr Fragen als Antworten.



  • https://de.wikipedia.org/wiki/MEMS-Oszillator

    KEIN Piezo, extrem klein, relativ schlechte Grundgenauigkeit und hohe Temperaturabhängigkeit, dafür aber relativ einfach elektronisch trimm- und kompensierbar.

    Nochmals: Wir sind hier im FACHZEITSCHRIFTen-Bereich, die Fähigkeit zum
    googeln und (Wiki)pedeln sollte für einen Techniker oder Ingenieur
    heutzutage zur Grundausbildung gehören.

    Zum Artikel selbst: Interessanter als den Quarz per se schlechtzureden wäre es gewesen, Anwendungsbeispiele zu nennen, die den zweiten (neben dem Preis wesentlichen) Vorteil,
    nämlich die Integrierbarkeit auf dem Chip klar herausstellen.



  • Ich schreibe selbst seit 18 Jahren Veröffentlichungen und ein guter Grundsatz hierbei ist:

    1. Abkürzungen im Text zu erklären ((Es reicht nicht aus, MEMS als mikroelektromechanische Systeme zu übersetzen, da dieser Begriff sehr viele verschiedene System- und Produktklassen umfasst)

    2. ganz kurz den physikalischen Hintergrund zu nennen, insbesondere wenn die Bezeichnung zu allgemein gefasst ist.

    Ein Satz, dass der in Form einer Lamelle ausgebildete Resonator durch elektrostatische Anregung in Schwingung versetzt wird, hätte sicher in dem mehrseitigen Artikel untergebracht werden können.

    Es wird im Artikel u.a. erwähnt, die Frequenz lasse sich beliebig einstellen. Auch hier wäre es zumutbar gewesen, einen Satz über die integrierte PLL zu verlieren.

    Dann gewinnt die Aussage, dass Quarze nur auf 20ppm genau hergestellt werden können, eine ganz andere Qualität. wenn ich eine PLL und eine Temperaturkompensation an den Quarz anschließe, werde ich deutlich bessere Eigenschaften erzielen, als bei den MEMS Bausteinen. Es werden also Äpfel mit Birnen verglichen.

    Wie hoch liegt denn das Phasenrauschen/Jitter bei MEMS wenn laut Artikel suggeriert wird, die 1-2ps bei Quarzen seien durch die mechanischen Grenzwerte der Quarze beschränkt und MEMS-Oszillatoren seien leistungsfähiger?

    Mich hätte auch interessiert, wie in diesem Produkt die bei Wikipedia genannten Nachteile von MEMS bezüglich Phasenrauschen / Jitter behoben werden, falls die dem Autor vorliegenden Bauelemente tatsächlich bessere Jitter-Eigenschaften haben sollten.



  • Ach, wir sind im Fachzeitschriften-Bereich?? Das sollte ja wohl zu erst für Autoren und Übersetzer gelten!
    Wenn jemand aus der Marketingabteilung schreibt, wie toll die eigenen Produkte sind und das mit Behauptungen wie 54-mal bessere elektromagnetische Störfestigkeit (EMI) garniert, hat das mit Fachzeitschrift nix zu tun, das ist allenfalls ein Werbeflyer - oder in diesem Fall eher eine Schmähschrift über Quarze.
    Wo sind denn vernünftige Vergleiche der Bauteil-Eigenschaften?


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