Texas Instruments

Chipkonzern tritt der EnOcean Alliance bei

04.06.2008 | Redakteur: Jan Vollmuth

Mit dem Beitriit von Texas Instruments hat die EnOcean Alliance bereits nach kurzer Zeit einen wichtigen Meilenstein erreicht“, Graham Martin, Chairman EnOcean Alliance
Mit dem Beitriit von Texas Instruments hat die EnOcean Alliance bereits nach kurzer Zeit einen wichtigen Meilenstein erreicht“, Graham Martin, Chairman EnOcean Alliance

Der amerikanische Chiphersteller Texas Instruments ist der vor rund einem Monat gegründeten EnOcean Alliance als Vollmitglied beigetreten, die die batterielose Funktechnologie EnOcean als weltweiten Standard etablieren möchte.

„Die EnOcean Alliance bietet TI viele Möglichkeiten im Bereich intelligenter energieeffizienter Gebäude“, sagt Laurent Giai-Miniet, Produktmanager für Low-Power-HF-Produkte bei TI. „TIs Beteiligung am Funkstanstandard EnOcean ist eine wichtige Gelegenheit, unsere Low-Power-Halbleitertechnologie dafür einzusetzen, unerschlossene Energieressourcen unserer Umgebung nutzbar zu machen und von Akkus und Kabeln unabhängig zu werden.“

„Die Alliance beifindet sich noch in der Startphase, doch durch die Unterstützung eines derart prominenten Halleiterherstellers wie Teaxs Instruments haben wir bereits einen wichtigen Meilenstein hinter und gelassen“, meint Graham Martin, Chairman der EnOcean Alliance.

Der Allianz gehören derzeit 25 Vollmitglieder an, dazu zählen neben TI u.a. Osram, Siemens, Wago, Unitronics, Sauter oder Wieland.

Starkes Funksignal mit geringsten Energiemengen

Die batterielose EnOcean-Funktechnik wurde von dem gleichnamigen, 2001 in Oberhaching bei München als Spin-off von Siemens gegründeten Unternehmen EnOcean entwickelt. Das Unternehmen produziert und vertreibt weltweit wartungsfreie und flexible Funksensorlösungen für den Einsatz in Gebäuden und Industrieanlagen.

Die Funktechnologie ermöglicht ein sehr weit reichendes Signal mit äußerst geringen Mengen Umgebungsenergie. Mit lediglich 50 μWs sendet ein serienmäßig erzeugtes EnOcean-Funkmodul im Freifeld ohne weiteres ein Signal über eine Distanz von 300 m.

Das Geheimnis liegt in der Signaldauer: Der gesamte Prozess wird in nur einem Tausendstel einer Sekunde ausgelöst, durchgeführt und abgeschlossen.

EnOcean-Funk verwendet das lizenzfreie 868 MHz Frequenzband mit 1% Duty Cycle und Reichweiten von 30 m im Gebäude und 300 m im Freifeld. Sensorinformationen werden mit Datenraten von 125 kBit/s übertragen. Die Technologie setzt eine Mehrfach-Telegrammaussendung mit Checksumme ein, die kurzen EnOcean-Telegramme (ca. 1 ms) führen zu sehr niedriger Kollisionshäufigkeit. Die Kommunikation erfolgt uni- und bidirektional. EnOcean-Funk interferiert zudem laut Hersteller nicht mit DECT, WLAN, PMR Systemen u.a.

Energie aus der Umgebung abschöpfen

Die batterielosen Funksensoren von EnOcean sammeln und speichern geringste Energiemengen aus der Umwelt. Sie schöpfen winzige Energiemengen aus der Umgebung ab, um die jeweils gesuchten Messwerte aufzunehmen und diese per Funk zu senden.

Nutzbare Energien aus der Umwelt sind die lineare Bewegung/Druck, das Licht, Temperaturdifferenzen, die Rotation und die Vibration. Dementsprechend stellt EnOcean Bewegungswandler, Solarzellen, Thermowandler, Rotationswandler und Vibrationswandler her.

EnOcean-Sensoren funktionieren dort, wo andere Techniken nicht mehr anwendbar sind − beispielsweise betreibt EnOcean solarzellenbetriebene Sensoren auch innerhalb von Gebäuden bei dauerhaft niedriger Beleuchtungsstärke und über mehrere Tage hinweg auch bei völliger Dunkelheit.

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