Wirtschaft Chipfertiger TSMC erhöht Umsatz-Ausblick

Quelle: dpa

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Der weltgrößte Chipauftragsfertiger TSMC rechnet ungeachtet weltweiter Rezessionssorgen mit mehr Umsatz als bisher. Die Erlöse dürften dieses Jahr statt um etwa 30 Prozent nun um etwa 35 Prozent steigen, teilte TSMC am Donnerstag mit. Für das laufende dritte Quartal rechnet der Chipkonzern nun mit einem Umsatz zwischen 19,8 und 20,6 Milliarden US-Dollar (19,75 bis 20,55 Mrd Euro)

Nach dem letzten Preisanstieg von 20 Prozent in der zweiten Jahreshälfte 2021 hat TSMC angekündigt, die Kosten für Foundry-Dienstleistungen nochmal um bis zu sechs Prozent anzuheben.
Nach dem letzten Preisanstieg von 20 Prozent in der zweiten Jahreshälfte 2021 hat TSMC angekündigt, die Kosten für Foundry-Dienstleistungen nochmal um bis zu sechs Prozent anzuheben.
(Bild: TSMC )

Beobachter werten die Anhebung als Zeichen, dass die weltweite Nachfrage nach Chips höher bleibt als angesichts der Lieferkettenprobleme und Sorgen über einen wirtschaftlichen Abschwung befürchtet. Samsung, der Weltmarktführer bei Speicherchips, Smartphones und Fernsehern, hatte schon vergangene Wochen mit guten Zahlen für positive Stimmung in der Halbleiter-Branche gesorgt. Vor dem Hintergrund des Ukraine-Kriegs, einer hohen Inflation in wichtigen Weltregionen und Lockdowns in China hatten Befürchtungen zugenommen, dass die Nachfrage nach Technikgeräten sinken könnte.

Im zweiten Quartal erzielte TSMC bei den Erlösen im Jahresvergleich einen Zuwachs von 43,5 Prozent auf 534 Milliarden taiwanesische Dollar (rund 17,9 Mrd US-Dollar). Unterm Strich stand ein Gewinn von 237 Milliarden taiwanesischen Dollar, ein Plus um über drei Viertel.

TSMC ist der weltgrößte Auftragsfertiger von Chips und Wafern, den Grundplatten für elektronische Halbleiter. Er ist auch Asiens größtes Unternehmen. TSMC und Rivalen wie Samsung, Globalfoundries oder der US-Chipkonzern Intel stecken derzeit viel Geld in den Aufbau zusätzlicher Produktionskapazitäten. Weltweit herrscht Mangel an bestimmten Elektronikchips. In Deutschland sind besonders die Autokonzerne Volkswagen, Mercedes, BMW und Daimler Truck betroffen

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