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Chip steuert mehr als eine Million Pixel im Scheinwerfer

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Mit seiner aktuellen DLP-Technik von Texas Instruments lassen sich beliebige Lichtquellen in einem Kfz-Scheinwerfer steuern. Einzelne Pixel lassen sich ganz oder teilweise dimmen.

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Dank der DLP-Technik von Texas Instruments lassen sich Kfz-Scheinwerfer präzise steuern. Es lassen sich mehr als eine Million adressierbarer Pixel pro Scheinwerfer ansprechen.
Dank der DLP-Technik von Texas Instruments lassen sich Kfz-Scheinwerfer präzise steuern. Es lassen sich mehr als eine Million adressierbarer Pixel pro Scheinwerfer ansprechen.
(Bild: Texas Instruments)

Für die Ansteuerung von Scheinwerfern bietet Texas Instruments die aktuelle Version seiner DLP-Technik. Der neue DLP-Chipsatz verspricht volle Programmierbarkeit die mit einer hohen Auflösung kombiniert wird. Es lassen sich mehr als eine Million Pixel in einem Scheinwerfer adressieren, womit bestehende adaptive Fahrlicht-Techniken um den Faktor 10.000 übertroffen werden.

Die DLP-Technik eignet sich für beliebige Lichtquellen wie LED oder Laser und die Lichtverteilung auf der Fahrbahn lässt sich mit individuellen Strahlmustern exakter steuern. Zudem lassen sich einzelne Pixel ganz oder teilweise dimmen. Damit soll es künftig möglich werden, auch bei aktivem Fernlicht den Gegenverkehr nicht zu blenden.

Ferner versprechen sich die Entwickler von der DLP-Technik, dass Informationen direkt auf die Fahrbahn projiziert werden können. Das kann sowohl für die Kommunikation zwischen Autofahrern, Fußgängern oder anderen Fahrzeugen dienen. Auch mit Blick auf künftig autonom fahrende Fahrzeuge bietet diese Form der Kommunikation gewisse Vorteile.

Was hinter der DLP-Technik steckt

Herzstück jedes DLP-Chips ist eine Anordnung von stark reflektierenden Mikrospiegeln aus Aluminium. Das Mikrodisplayarray ist ein elektromechanisches Mikrosystem, um Licht zuverlässig und effizient räumlich zu modulieren. Solch ein Array aus Mikrospiegeln enthält bis zu 8 Mio. individuell gesteuerte Mikrospiegel, die über eine CMOS-Speicherzelle angebracht sind.

Während des Betriebs lädt der DMD-Controller die unter den Spiegeln befindlichen Speicherzellen mit dem Wert 1 oder 0. Danach wird ein Impuls zum Zurücksetzen der Spiegel ausgegeben, durch den jeder Mikrospiegel elektrostatisch um ein Drehgelenk in den entsprechenden ±-Grad-Zustand gekippt wird. Der Neigungswinkel dieser beiden gültigen Zustände ist aufgrund eines mechanischen Anschlags zwischen zwei Federspitzen sehr gut wiederholbar.

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