China will unter Umständen Qualcomm-NXP-Deal genehmigen

| Autor / Redakteur: dpa / Julia Schmidt

Via Twitter hatte US-Präsident Trump mitgeteilt, dass ZTE seine Geschäfte in den USA gegen Auflagen wieder aufnehmen könne.
Via Twitter hatte US-Präsident Trump mitgeteilt, dass ZTE seine Geschäfte in den USA gegen Auflagen wieder aufnehmen könne. (Bild: dpa-Bildfunk)

China signalisiert sein Entgegenkommen im Übernahme-Deal. Bedingung ist, dass das wegen US-Sanktionen angeschlagene Unternehmen ZTE seine Geschäfte in den USA unter Auflagen wieder aufnehmen darf.

Der US-Chiphersteller Qualcomm könnte bei seiner Übernahme des niederländischen Infineon-Rivalen NXP demnächst grünes Licht aus China erhalten. Die chinesischen Behörden seien bereit, den Milliardendeal zu genehmigen, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Montag unter Berufung auf informierte Personen. Voraussetzung sei aber, dass man sich auf ein Ende des US-Zulieferstopps an den chinesischen Netzwerkausrüster ZTE verlassen könne.

Die US-Regierung hatte ZTE im April wegen umstrittener Lieferungen von Telekom-Ausrüstung an Iran und Nordkorea für sieben Jahre vom Zugang zu jeglichen amerikanischen Technologien ausgeschlossen. ZTE musste daraufhin große Teile der Produktion stilllegen, da Chips aus den USA eine zentrale Rolle in Netzwerk-Technik und Smartphones des Konzerns spielen.

Via Twitter hatte US-Präsident Donald Trump Ende vergangener Woche dann mitgeteilt, dass ZTE seine Geschäfte in den USA gegen Auflagen und Zahlung einer Milliardenstrafe wieder aufnehmen könne. Eine Entscheidung, an die Peking nun die Freigabe der NXP-Übernahme durch Qualcomm knüpfen will, wie es aus den Kreisen heißt.

Ansonsten seien alle Untersuchungen bereits beendet und die von Qualcomm angebotenen Zugeständnisse zum Erhalt der Genehmigung auch ausreichend. Qualcomm hat für die geplante Übernahme bereits grünes Licht von acht Ländern bekommen.

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