Optische Sensoren CCD-Sensoren im All beobachten die Erdoberfläche

Redakteur: Gerd Kucera

Bildsensoren von e2v erforschen an Bord des jüngst von der ESA gestarteten Mikrosatelliten Proba-V die Erdvegetation.

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Die optischen Sensoren von e2v sind eine maßgeschneiderte Bildgebungslösung zur Landbeobachtung, Katastrophenüberwachung und Analyse der Biosphäre
Die optischen Sensoren von e2v sind eine maßgeschneiderte Bildgebungslösung zur Landbeobachtung, Katastrophenüberwachung und Analyse der Biosphäre
(Bild: e2v)

Seit dem 7. Mai sind Hochleistungsbildsensoren von e2v im All unterwegs. Sie reisen an Bord des Proba-V, eines von der ESA gesteuerten Mikrosatelliten zur Erdbeobachtung, der speziell für die weltweite Aufzeichnung von Vegetation entwickelt wurde. Der Satellit wurde von Französisch-Guayana mit VERTA 1, dem zweiten Vega-Raketenwerfer, in die Erdumlaufbahn befördert.

Seit fast 15 Jahren beobachten und kartieren Instrumente an Bord der Erdbeobachtungs-Satelliten Spot 4 and 5 die Vegetationsdecke der Erde. Sie liefern wichtige Daten über Anbaupflanzen, Dürren, Wüstenbildung, Vegetationswandel und Abholzung. Ende des Jahres gehen diese Instrumente außer Betrieb, und die Sentinel 3-Satelliten der ESA, die ihre Aufgabe übernehmen sollen, werden nicht rechtzeitig für die nahtlose Fortsetzung der Datenerfassung einsatzbereit sein.

Aus diesem Grund hat die ESA den Proba-V entwickelt und mit einer Miniaturversion des im Spot 5 installierten Vegetationssensors ausgestattet. Der Sensor soll alle zwei Tage die globale Vegetation aufzeichnen, um so die kontinuierliche Weiterversorgung mit Daten für über 10.000 Nutzer sicher zu stellen.

Finanziert wird das Projekt Proba-V von der Europäischen Weltraumorganisation ESA und dem General Support Technology Programme (GSTP), wobei QinetiQ Space der Hauptauftraggeber ist und OIP Sensor Systems in Belgien der Hauptlieferant der an Bord befindlichen Nutzlast. Sie entwickelten und konstruierten den PROBA-V, der mit einem AT71547 CCD-Bildsensor AT71547 von e2V ausgerüstet ist. Dieser spezielle Sensor besteht aus vier Zeilen mit jeweils 6000 Pixel, mit dem Vorteil von langer Erfahrung durch den mehrfachen Einsatz zur Erdbeobachtung in Weltraummissionen.

Jean-Charles Terrien, Marketing Manager für Hochleistungs-Bildgebungsverfahren bei e2V, erklärt: „Wir waren sehr erfreut über die Fortsetzung unserer erfolgreichen Zusammenarbeit mit OIP und lieferten die Hochleistungsbildsensoren für die Mission Proba-V. Wir haben eng mit OIP zusammen gearbeitet und eine maßgeschneiderte Bildgebungslösung für das Projekt entwickelt, die jetzt hilft, einen kontinuierlichen Service für weltweite Benutzer von Daten über Landbeobachtung, Katastrophenüberwachung und die Biosphäre anzubieten.“

Der Sensorspezialist e2v ist ein führender weltweiter Anbieter von Spezialtechnologien für Hochleistungssysteme und -anlagen. Das Unternehmen liefert Lösungen, Teilsysteme und Komponenten für Anwendungen in den Bereichen Medizin und Wissenschaft, Luft- und Raumfahrt, Verteidigung sowie Handel und Industrie.

Rund 1650 Mitarbeiter beschäftigt e2v und verfügt über Entwicklungs- und Betriebsstätten in Europa, Nordamerika und Asien sowie ein weltweites Netzwerk von Vertriebs- und Serviceniederlassungen; e2v meldete in seinem Jahresabschluss zum 31. März 2012 einen Umsatz in Höhe von 235 Mio. GBP (britische Pfund; 276,93 €).

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