Studie zum IoT-Status Business vs. IT – bei IoT herrscht Uneinigkeit

Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Einer Aruba-Studie zufolge ist man sich in Unternehmen in Europa und dem Nahen Osten bezüglich Definition und Anwendungsgebieten von IoT uneinig. Führungskräfte blickten jedoch optimistisch auf das IoT-Potenzial – trotz mangelhafter Zusammenarbeit von Abteilungen und Angst vor Sicherheitslücken.

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Wie stehen Unternehmen in Europa und im Nahen Osten zum Thema IoT? Dies hat Aruba in einer Studie untersucht.
Wie stehen Unternehmen in Europa und im Nahen Osten zum Thema IoT? Dies hat Aruba in einer Studie untersucht.
(Bild: gemeinfrei / CC0 )

In Europa und im Nahen Osten setzen bereits 50 Prozent der Unternehmen das Internet der Dinge (IoT) ein, 2019 sollen es sogar 82 Prozent sein. Dies will das Hewlett-Packard-Enterprise-Unternehmen Aruba in der Studie „The State of IoT in EMEA” ermittelt haben. Die Umfrage unter 1.400 Führungskräften und IT-Fachkräften aus elf Ländern in Europa und dem Nahen Osten habe aber auch ergeben, dass Uneinigkeit bezüglich der Definition und dem Anwendungsbereich von IoT bestehe. Dies führe u.a. dazu, dass Unternehmen IoT auf einem sehr unterschiedlichen Niveau einsetzen und in den Regionen teils signifikante Unterschiede im Verständnis von IoT und dem Sicherheitslevel, das IoT bieten kann, wahrgenommen werden.

Die folgenden Punkte würden die Uneinigkeit zwischen Führungskräften und IT-Fachkräften in Bezug auf IoT verdeutlichen:

  • Abweichende Definitionen: IT- und Geschäftsabteilungen seien sich noch nicht einig, was IoT eigentlich bedeutet. 65 Prozent der IT-Fachkräfte würden IoT als „ergänzende Internetverbindung zu Alltagsobjekten“ definieren, 48 Prozent der Unternehmensleitungen dagegen IoT als die Vernetzung und Automatisierung von Gebäudeeinrichtungen verstehen.
  • Gegensätzliche Prioritäten: Für die IT-Fachkräfte sei und bleibe das Haupteinsatzgebiet von IoT die Überwachung und Instandhaltung von kritischen Anlagen, für die Unternehmensleitung liege der bevorzugte Einsatz in der Bereitstellung von standortbezogenen Services.
  • Tatsächlicher Einsatz: Der Studie zufolge glauben 58 Prozent der Führungskräfte, dass sie IoT in ihr Unternehmen integriert haben, unter den IT-Entscheidern seien nur 46 Prozent der gleichen Überzeugung.
  • Zukunftsplanung: Laut Studie zeigen die IT-Abteilungen in Europa mehr Zurückhaltung gegenüber IoT: 13 Prozent der IT-Führungskräfte hätten bislang keine Pläne, IoT einzusetzen. Im Gegensatz dazu hätten 98 Prozent der Unternehmensleitungen angegeben, dass sie IoT-Technologie bereits verwenden oder eine Einführung planen.

Dennoch zeigten sich Führungskräfte und IT-Fachkräfte in EMEA bei IoT-Services optimistisch in Bezug auf die Produktivität der Mitarbeiter, die betrieblichen Risiken und die erhöhte Leistungsfähigkeit sowie auf die Ausgaben in Relation zu den Geschäftsergebnissen.

Mortem Illum, Vice President von Aruba, kommentiert die Ergebnisse der Studie: „Es ist nachvollziehbar, dass es unterschiedliche Auffassungen von IoT in den verschiedenen Unternehmensabteilungen gibt. Aber mit dem beispiellosen Fortschritt der Integration von IoT und dem Nutzen für Unternehmen ist es wichtig, einen Dialog zu eröffnen, um die Zusammenführung von IoT und Unternehmen zu ermöglichen. Unterschiedliche Prioritäten können sich disruptiv auswirken.“

Der Blick auf den IoT-Einsatz in Europa und dem Nahen Osten würde dieses Bild bestätigen. Die verschiedenen Länder haben der Studie zufolge unterschiedliche Ebenen des Verständnisses, der Adaption und der Vorbereitung für IoT aufgezeigt:

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