Energiewende in Deutschland

Bundesverband Solarwirtschaft sieht die Solarenergie in Deutschland auf dem richtigen Weg

| Redakteur: Hendrik Härter

Bundesverband Solarwirtschaft: Gesetzliche Rahmenbedingungen für die Solarenergie noch nicht ausgeschöpft (Bild: Rainer Sturm, pixelio.de)
Bundesverband Solarwirtschaft: Gesetzliche Rahmenbedingungen für die Solarenergie noch nicht ausgeschöpft (Bild: Rainer Sturm, pixelio.de)

Atomausstieg bis zum Jahr 2022 – eine Chance für die Photovoltaik? Der Bundesverband Solarwirtschaft begrüßt die gesetzlichen Rahmenbedingungen, sieht jedoch im Wärmesektor noch Spielraum für gesetzliche Änderungen.

Der aktuelle Beschluss des Bundestages zum Atomausstieg wird vom Bundesverband Solarwirtschaft e.V., kurz BSW-Solar, begrüßt. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen für die stärkere Nutzung der Solarenergie blieben jedoch insbesondere im Wärmesektor hinter den Erfordernissen zurück.

Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW-Solar zu den jüngsten Gesetzesbeschlüssen: "Mit dem beschleunigten Atomausstieg fällt eine große Hürde der Energiewende. Dieser Beschluss ist international wegweisend."

Die Rücknahme der Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke, das Festhalten am grundsätzlichen Fördermechanismus der Photovoltaik und baurechtliche Klarstellungen stabilisieren die Investitionsbedingungen für die Solarstrombranche, sagte Körnig.

Steigender Anteil des solar erzeugten Stroms bis 2020

Die Politik habe sichergestellt, dass der Anteil der Solarenergie an der Stromversorgung Deutschlands von derzeit rund 3% bis zum Jahr 2020 ohne eine wesentliche Zusatzbelastung der Strompreise mindestens verdreifacht werden könne. Das Tempo der Rückführung der Solarstromförderung bleibe nach Einschätzung des BSW-Solar allerdings überaus ambitioniert. Jährlich werde die finanzielle Förderung für die Errichtung neuer Solarstromanlagen – je nach Wachstum des Photovoltaikmarktes – um bis zu 24% reduziert.

Bedauern äußerte der Verband allerdings, dass im Rahmen der aktuellen Gesetzesnovelle zum Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) besonders kostengünstige Photovoltaikanlagen auf landwirtschaftlichen Flächen weiterhin von der Förderung ausgenommen bleiben. Impulse für den Einsatz intelligenter Energiemanagementsysteme und Speichertechnologien im gewerblichen Bereich seien ebenso ausgeblieben.

Steuerlicher Vorteil von Solarheizungen sollte steuerabzugsfähig sein

Die Einführung steuerlicher Abschreibungsmöglichkeiten bei der Gebäudesanierung sei vom Ansatz her richtig. Sie greife allerdings viel zu kurz, da der überwiegende Teil möglicher energetischer Modernisierungsanlässe nicht in ihren Genuss komme.

Körnig: "Es ist für uns nicht nachvollziehbar, warum der Einbau von Solarheizungen nur dann steuerabzugsfähig wird, wenn zeitgleich eine Vielzahl anderer Sanierungsmaßnahmen erfolgt. Dies geht an der Realität vorbei."

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