Bundestagswahl – Diese 8 Punkte fordert der VDI

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Fahrzeug- und Straßenverkehrssicherheit verbessern

Das Verkehrssicherheitsprogramm der Bundesregierung sieht eine Minderung der Zahl der Verkehrstoten um 40 Prozent bis zum Jahr 2020 vor. Die aktuelle Entwicklung der Verkehrsopfer stagniert jedoch seit 2011: Das gesetzte Ziel wird wahrscheinlich nicht erreicht. Darüber hinaus nimmt der Anteil schwer verletzter oder getöteter Fußgänger und Zweiradfahrer kontinuierlich zu.

Die zunehmende Automatisierung des Verkehrs, alternative Antriebsformen und eine weiter steigende Verkehrsdichte im urbanen Bereich werden zukünftig neue Verkehrssicherheitskonzepte, Rahmenbedingungen und Regeln erfordern. Der VDI fordert bereits heute eine Intensivierung der Aktivitäten der Politik zur Senkung der Verkehrsopfer über stärkeres Monitoring und Kommunikation der aktuellen Entwicklungen.

In heute oft unfallrelevanten Verkehrssituationen können Fahrerassistenzsysteme und Automatisierung die Sicherheit deutlich erhöhen. Der VDI empfiehlt der Bundesregierung daher die Schaffung aller notwendigen gesetzlichen Rahmenbedingungen und einheitlicher Standards für diese Systeme und die dafür notwendigen Technologien.

Nachwuchs technisch bilden und exzellent ausbilden

Deutschland ist einer der weltweit führenden Technikstandorte. Forschung und Entwicklung sowie die kompetente Umsetzung von Innovationen in die Praxis sind Erfolgsfaktoren unserer Wirtschaft und Basis unseres Wohlstands. Ingenieurinnen und Ingenieure haben hieran einen großen Anteil. Gute Bildung, insbesondere technische Bildung und Nachwuchsförderung, sind hierfür eine wichtige Voraussetzung.

Allerdings findet technische Allgemeinbildung in den Schulen praktisch nicht statt. Viele Jugendliche verfügen daher über ein rudimentäres Technikbild, das Orientierung und Dialogfähigkeit in der heutigen Welt erschwert. Der VDI empfiehlt daher eine gemeinsame Strategie aller bildungspolitischen Akteure in Bund und Ländern zur Verbesserung der technischen Allgemeinbildung in den Schulen.

Den digitalen Wandel gestalten

Um den gesellschaftlichen Veränderungen durch die Digitalisierung Rechnung zu tragen, sieht der VDI den Bund in der Pflicht, auch in der Bildungspolitik zukünftig noch mehr Verantwortung zu übernehmen. Eine vom Bund koordinierte digitale Bildungs- und Qualifizierungsoffensive wäre hierfür ein wichtiger Ansatz. Die Übergänge von der heute vorwiegend analogen in die digitale Wirtschaft zu managen, ist eine der zentralen Herausforderungen der kommenden Jahre in Deutschland.

Es geht darum, die richtigen Weichen für die Gestaltung vernetzter Wertschöpfungsketten, Technologien und Arbeitstätigkeiten zu stellen, damit der Industriestandort wettbewerbsfähig bleibt und die Digitalisierung sozial verantwortlich geschieht. Die erfolgreiche Umsetzung des digitalen Wandels erfordert zuerst Investitionen in den Ausbau leistungsfähiger digitaler Infrastrukturen und Hochgeschwindigkeitsnetze. Ein weiterer Baustein für den Erfolg der digitalen Transformation sind Investitionen in die digitale Bildung sowie angepasste Aus- und Weiterbildung.

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