Bundestagswahl – Diese 8 Punkte fordert der VDI

Redakteur: Benjamin Kirchbeck

Knapp drei Wochen noch bis zur Bundestagswahl und die Positionen der Parteien sind bereits mehr oder weniger bekannt. Doch was fordern die Vertreter der Wirtschaft von der neuen Bundesregierung? Wir haben für Sie die Kernforderungen des VDI und des ZVEI zusammengefasst.

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Am 24. September findet die Bundestagswahl statt. Der VDI, VDA und der ZVEI haben ihre Forderungen an die neue Regierung jeweils in einem Positionsierungspapier zusammengefasst.
Am 24. September findet die Bundestagswahl statt. Der VDI, VDA und der ZVEI haben ihre Forderungen an die neue Regierung jeweils in einem Positionsierungspapier zusammengefasst.
(Bild: Gemeinfrei / CC0 )

Haben Sie gestern auch das TV-Duell zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihrem Herausforderer Martin Schulz von der SPD verfolgt? Der Informationsgehalt war eher dürftig, wie es die Medienlandschaft heute formuliert. Die Süddeutsche titelt sogar, dass das „Duell versemmelt“ worden wäre. Wichtige Themen wie Digitalisierung, Bildung oder Arbeit kamen nur spärlich oder gar nicht vor.

Deutlichere Worte und klare Forderungen kommen hingegen aus der Wirtschaft. Der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) und der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie haben jeweils ein Positionierungspapier ausgearbeitet. Im ersten Teil lesen Sie die Forderungen des VDI.

Forschung stärken

Die Forschungs- und Innovationspolitik bildet den strategischen Rahmen des deutschen Innovationssystems mit seinem vielfältigen Mix an Förderinstrumenten. Auch zukünftig müssen hiermit neue Produkte und Dienstleistungen gefördert werden. Dies gilt besonders für die gesellschaftlichen Megathemen wie digitale Wirtschaft, nachhaltiges Wirtschaften und Energie, Gesundheit, Mobilität und zivile Sicherheit.

Der VDI spricht sich daher aus, dass die neue Hightech-Strategie diese Themen als Schwerpunkte der Forschungsförderung abbildet und spricht sich für ihre Fortführung aus. Einrichtungen der Wissenschaft und Forschung an Hochschulen sind ebenfalls wichtige Elemente im deutschen Innovationssystem. Allerdings fehlt es vielen Hochschulen an einer angemessenen Mittelausstattung, um die Qualität im Bildungsbereich auch zukünftig sicherstellen zu können.

Nach Auffassung des VDI sollte der Bund die Hochschulen bei ihrer Grundfinanzierung unterstützen und hierfür das Kooperationsverbot im Grundgesetz ändern. Die mögliche Einführung einer Förderung der Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen bei Unternehmen durch einen Steuernachlass darf aus Sicht des VDI auf keinen Fall zu Lasten der bewährten technologieorientierten Fachprogramme des BMBF, des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand ZIM und des Programms Industrielle Gemeinschaftsforschung IGF des BMWi gehen.

Die Verbundprojekte stärken Forschungskooperationen zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen. Insbesondere KMUs werden erst durch die bereitgestellten Fördergelder in die Lage versetzt, die eigenen Forschungsaktivitäten auszubauen. Förderprogramme und weitere Maßnahmen der Innovationsförderung sollten sich zukünftig vermehrt auch an Nachhaltigkeitszielen ausrichten und relevante Beiträge zur Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen anstoßen.

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