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Kognitives Kollaborationszentrum Bundespräsident Steinmeier im Watson IoT-Center

| Redakteur: Benjamin Kirchbeck

Der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und der Bayerische Staatsmininster für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst Dr. Ludwig Spaenle besuchten gestern das IoT-Headquarter von IBM in München. Es ist das erste kognitive Kollaborationszentrum, in dem führende Automobilhersteller, Finanz- und Forschungsinstitute sowie weitere Partner erfolgreich mit IBM Experten zusammenarbeiten.

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Der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier besuchte gestern das IoT-Headquarter von IBM in München.
Der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier besuchte gestern das IoT-Headquarter von IBM in München.
(Bild: Tom Maurer)

Bereits Anfang dieses Jahres eröffnete IBM ihr internationales Wa

tson IoT Headquarter. Es ist Teil einer 200 Millionen US-Dollar Investition des Unternehmens, und damit eine der größten Investitionen in Europa in den letzten Jahrzehnten sowie ein starkes Bekenntnis zu dem europäischen und deutschen Markt.

Kernstück ist eine neue Art kognitiver Zusammenarbeit, die Kunden, Partner und IBM’s 1.000 Experten vor Ort zusammenbringt. Erklärtes Ziel ist, neue Möglichkeiten in den Bereichen Industrie 4.0, der Automobil- und Finanzbranche, Smarten Gebäuden, Transport, oder Medizin zu erschließen. Dieses globale Innovationsökosystem vergrößert sich heute mit dem Einzug des neuen Partners fortiss in das Center.

Im Rahmen des Besuchs wurde Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier durch das Center geführt und erlebte innovative und kognitive IoT-Projekte. Dazu zählt eine kognitive Lösung zur visuellen Prüfung von Oberflächen, die Muster, starke Kontraste, geometrische Formen, abnormale Oberflächen sowie Farb- und Helligkeit lernt, um so Qualitätsdefizite zu erkennen.

Ebenfalls vorgeführt wurde eine Lösung für vernetze Fahrzeuge, die Karten und Fahreranalysen nutzt, um Fahrzeug und Fahrer besser zu verstehen. So werden beispielsweise Empfehlungen für den Fahrer zur Verbesserung der Treibstoffeffizienz ausgesprochen.

Auch die Überwachung der technischen Verfassung des Fahrzeugs kann so erfolgen, um Wartungsbedarf frühzeitig zu erkennen. Die Lösung beinhaltet außerdem Sicherheitsfunktionen, die Hacker-Angriffe erschweren und präventive Maßnahmen ergreifen.

„Wir freuen uns sehr, Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in unserem internationalen Watson IoT Headquarter, in dem die großen Technologen der heutigen Zeit im Geiste der Innovation zusammenkommen, willkommen zu heißen”, so Harriet Green, General Manager, IBM Watson IoT, Customer Engagement und Education.

„Zusammenarbeit über Grenzen und Industrien hinweg ist der Schlüssel, um inspirierende Ideen in Lösungen zu verwandeln, die echte Transformationen bewirken. Dies wird München unstrittig zum international führenden Standort für IoT und Industrie 4.0 machen.”

Gestern stellte IBM auch den neusten Partner im Center vor. fortiss arbeitet mit der Technischen Universität München zusammen und treibt dediziert transformative Innovationen in der Region voran. Das Team, das aus Doktoranden und Absolventen besteht, wird gemeinsam mit IBM in den Bereichen kognitiver Robotertechnik und intelligenter Fertigungssysteme arbeiten.

Bei der kognitiven Robotertechnik liegt der Fokus darauf, Robotern mit neuen kognitiven Fähigkeiten auszustatten, damit diese kontinuierlich lernen und so ihre Aufgaben besser erfüllen können. Die Fähigkeiten der Roboter stärken fortiss’ Realisierung der flexiblen Robotorsysteme, verbessern das intuitive fortiss-Programmierkonzept sowie das Mensch-Maschine-Kooperationskonzept.

Im Bereich kognitiver Fertigung will fortiss Fertigungsprozesse intelligenter gestalten. Kognitive IoT- Fähigkeiten ermöglichen den Systemen, sich einfacher an Geschäftsveränderungen anzupassen und so die Fertigung insgesamt flexibler zu machen. Dies gewinnt mit dem steigenden Bedarf an kleinen Auftragsmengen, die flexible und effiziente Fertigungssysteme voraussetzen, zunehmend an Bedeutung.

„Das fortiss-Team erforscht neue Wege, wie das Internet der Dinge Technologien transformieren und so die Effizienz und Produktivität beispielsweise in der Fertigungsindustrie steigern kann”, sagt Prof. Helmut Krcmar von fortiss.

„Als IoT-Vorreiter in der Region freuen wir uns sehr, gemeinsam mit IBM’s führenden Köpfen in der Branche zusammen zu arbeiten und Innovationen zu entwickeln, die transformativen Einfluss auf Unternehmen und Konsumenten haben.”

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