Bundeskabinett beschließt Hightech-Strategie 2025

| Redakteur: Lisa Marie Waschbusch

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek: „Mit der neuen Hightech-Strategie 2025 wollen wir den Menschen Orientierung geben, neue Perspektiven aufzeigen und Mut und Lust auf Zukunft machen.“
Bundesforschungsministerin Anja Karliczek: „Mit der neuen Hightech-Strategie 2025 wollen wir den Menschen Orientierung geben, neue Perspektiven aufzeigen und Mut und Lust auf Zukunft machen.“ (Bild: BMBF / Hans-Joachim Rickel)

Mithilfe der am Mittwoch beschlossenen Hightech-Strategie 2025 will die Bundesregierung die Zukunftskompetenzen Deutschlands stärken. Ein zentrales Thema ist die Forschung – auch im Bereich Künstlicher Intelligenz.

Mit einer Förderung in Milliardenhöhe will die Bundesregierung die Zukunftskompetenzen Deutschlands fördern. Hierfür hat das Bundeskabinett am Mittwoch die Hightech-Strategie 2025 beschlossen. Im Rahmen dessen sollen Forschung und Investitionen gebündelt werden, mit dem Ziel, die Lebensqualität in Deutschland zu steigern. Dazu will die Bundesregierung 2018 über 15 Milliarden Euro investieren, heißt es in einer Mitteilung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Die Strategie umfasst neben dem Kampf gegen Krebs, gleichwertigen Lebensverhältnissen in Stadt und Land und weniger Plastikmüll in der Umwelt auch die Technologielandschaft Deutschlands. Dies soll auch die Förderung von Zukunftstechnologien beinhalten – von der Mikroelektronik über die Materialforschung und Biotechnologie bis hin zu Künstlicher Intelligenz.

„Neue Technologien sind wissensintensiv", so Bundesforschungsministerin Anja Karliczek. „Der Schlüssel zum Erfolg sind Spitzenfachkräfte und eine aufgeschlossene, innovationsfreudige Gesellschaft. Deshalb brauchen wir digitale Bildung und eine neue Weiterbildungskultur in Deutschland“.

Umsetzung von Forschung in Praxis

Um mehr Forschungsergebnisse tatsächlich umsetzen zu können, will die Bundesregierung den Transfer stärken, Unternehmergeist und Innovationskraft im Mittelstand befördern und die Einbindung in europäische und internationale Netzwerke und Innovationspartnerschaften intensivieren, so das BMBF. Hierfür schaffe man neue Instrumente wie die Gründung einer Agentur für Sprunginnovationen oder die steuerliche Forschungsförderung insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen.

Bitkom-Präsident Achim Berg sieht die Digitalisierung als Mittelpunkt der Hightech-Strategie. „Deutschland und Europa brauchen eigene Kompetenzen in Bereichen wie der Cybersicherheit, Künstlicher Intelligenz, Blockchain oder 3D-Druck“, so Berg. Hierfür gelte es, nicht nur neue Technologien souverän einzusetzen, sondern sie auch in größere Systeme einbetten, sichern und, in besonders kritischen Bereichen, selbst entwickeln und herstellen zu können, um nicht technologisch abhängig zu sein.

Investitionen in Digitales

Berg plädiert zudem für eine viel stärkere Konzentration der Mittel auf digitale Technologien. „Jeder zweite Forschungs-Euro sollte ins Digitale fließen“, so Berg. Um zu gewährleisten, dass durch die öffentliche Forschungsförderung auch tatsächlich digitale Kompetenzen am Standort Deutschland gesichert und aufgebaut werden, müsse die Wirtschaft stärker involviert werden.

Laut BMBF hat die Hightech-Strategie dazu beigetragen, dass Deutschland das 3-Prozent-Ziel der Strategie Europa 2020 vorzeitig nahezu erreichen konnte. Bis 2025 plane die Bundesregierung, gemeinsam mit Wirtschaft und Ländern, 3,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes in Forschung und Entwicklung zu investieren.

Dieser Beitrag stammt von unserem Partnerportal Industry-of-Things.de

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