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Buchen ja, Eichen nein? Do's und Dont's bei Gewitter

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...im Freien und in den Bergen

Achten Sie darauf, nicht den höchsten Punkt im Gelände zu bilden. Eine Bodenmulde, ein Hohlweg, die Sohle eines Steinbruchs oder der Fuß eines Felsvorsprungs geben einen gewissen Schutz.

Die geschützten Bereiche sollten Sie möglichst nicht in geschlossenen Gruppen, sondern einzeln aufsuchen. In jedem Fall ist ein Abstand von mindestens einem Meter - besser drei Meter - zu anderen Personen und zu Wänden, Stützen, Metallzäunen und anderen Gegenständen einzuhalten.

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Vermeiden Sie die unmittelbare Nähe zu besonders einschlaggefährdeten Objekten. Das sind einzeln stehende Bäume, Baumgruppen, Waldränder, Bergspitzen, Deiche, Holzmasten von Freileitungen. Hier besteht die Gefahr eines Überschlags oder einer hohen Schrittspannung. Im Inneren eines Waldes mit gleichmäßig hohem Baumbestand ist die Gefahr dagegen geringer. Ein Abstand zu allen Bäumen und Ästen von mindestens 10 m ist optimal.

Es gilt nicht das Sprichwort: "Eichen sollst du weichen, Buchen sollst du suchen." Der Blitz schlägt in alle Baumarten gleich ein.

Wer sich in der Nähe von Metallmasten, unter Freileitungen oder unter einem überhängenden Dach eines Gebäudes aufhält, ist gegen den direkten Blitzschlag geschützt. Mindestens einen Meter Abstand, besser drei Meter, muss man dann zu Wänden, Stützen, insbesondere zu Teilen des Blitzschutzsystems einhalten. Dabei halten Sie die Füße geschlossen.

In den Bergen

Der Aufenthalt im Gebirge während eines Gewitters kann für Wanderer und Bergsteiger aufgrund der vielen exponierten Stellen und wegen des sich rasch ändernden Wetters sehr gefährlich sein.

Im felsigen Untergrund kann sich der Blitzstrom über weite Entfernungen ausbreiten. Beim Berühren einer Felswand mit Händen oder Füßen oder durch Anlehnen kann ein Teil des Blitzstroms über den Körper fließen und eine Person mehrere Meter weit fortschleudern.

Brechen Sie beim Herannahen eines Gewitters die Bergtour so rechtzeitig ab, dass Sie noch vor dem Gewitter eine sichere Berghütte (mit Blitzschutzsystem) oder das Auto oder ein Quartier im Tal erreichen. Ist das nicht möglich, bieten die teilweise an Klettersteigen aufgestellten metallenen Biwakschachteln einen gewissen Schutz. Relativ sicher sind Sie auch in Höhlen, unter Felsvorsprüngen und am Fuß von Felswänden. Dann sollten Sie möglichst einen Meter Abstand - besser drei Meter - zu den Wänden einhalten.

Drahtseile, nasse Kletterseile, Leitern und Gitter aus Metall sowie feuchte Felswände sollten nicht berührt werden. Gewitter bedeuten zudem erhöhte Steinschlag- und Lawinengefahr.

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