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Elektromagnetische Felder Buch zur Maxwell'schen Theorie zeigt kürzere Rechenwege für Elektrotechniker

| Redakteur: Johann Wiesböck

Prof. Dr. Martin Poppe von der FH Münster erklärt in einem 30-seitigen Buch die Maxwell’sche Theorie verständlich und zeigt kürzere Rechenwege für Elektrotechniker. Das Werk für Ingenieure und Techniker kostet nur 9,90 Euro.

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In seinem Buch „Die Maxwell’sche Theorie“ setzt sich Prof. Dr. Martin Poppe mit überflüssigen Rechnungen und veralteten Feldgrößen auseinander
In seinem Buch „Die Maxwell’sche Theorie“ setzt sich Prof. Dr. Martin Poppe mit überflüssigen Rechnungen und veralteten Feldgrößen auseinander
(Bild: Verlag Springer Vieweg)

Elektromagnetische Felder sind komplexe elektrotechnische Phänomene. Wie sie erzeugt werden, beschreibt die Maxwell‘sche Theorie. Sie bildet die Grundlage der gesamten Elektrotechnik und ist allgemein akzeptiert. Doch dieses System von vier Gleichungen wirklich zu verstehen, fällt vielen angehenden Elektrotechnikern schwer.

Abhilfe schafft Prof. Dr. Martin Poppe vom Fachbereich Elektrotechnik und Informatik der FH Münster in Steinfurt. In seinem 30-seitigen Buch „Die Maxwell'sche Theorie" stellt er die Grundgleichungen der Elektrodynamik so dar, dass die Theorie mit dem Minimum an Parametern auskommt. Und dadurch leichter zu verstehen ist.

Die nach der Maxwell'schen Theorie verwendeten Felder „Elektrische Verschiebung" (D-Feld) und „Magnetische Erregung" (H-Feld) erwähnt Poppe in seinem Buch nicht mehr. „Stattdessen zeige ich kürzere und alternative Rechenwege", erklärt der Autor. Dadurch entfallen überflüssige Rechnungen mit veralteten Feldgrößen, überholte Lehrinhalte und viele Missverständnisse.

Überprüfbare Größen stehen nun im Zentrum der Theorie

Messbare und damit überprüfbare Größen habe er stattdessen in das Zentrum der Theorie gerückt. „Damit ist sie leichter erlernbar", so Poppe. Und stehe in ihren Grundsätzen und Begriffen in Einklang mit den Konventionen der angrenzenden Fachgebiete, wie zum Beispiel Maschinenbau und Physik.

Die Verständnisprobleme sind aus seiner Sicht historischen Ursprungs. Viele der heute üblichen Begriffe stammen aus dem späten 19. Jahrhundert. Einer Zeit, in der Motoren und Generatoren fast für die Gesamtheit der Elektrotechnik standen, erklärt der Autor in seinem Vorwort. Diese Begriffswelt erschwere heutzutage das Verständnis der Maxwell'schen Theorie.

„Die Begriffe suggerieren gerade diejenigen Symmetrien, die durch die Theorie gebrochen werden", sagt Poppe. Dank der Anpassung der Fachsprache an heutige Gegebenheiten und das Reduzieren auf die wichtigsten Komponenten dürfte vielen angehenden Elektrotechnikern die Anwendung der Maxwell'schen Theorie leichter fallen.

Den Ansatz von Prof. Poppe fand auch die Deutsche Kommission Elektrotechnik (DKE) so interessant, dass sie die Ideen der internationalen Standardisierungskommission IEC zur weiteren Diskussion vorgelegt hat.

Das 30-seitige Buch „Die Maxwell'sche Theorie" von Prof. Dr. Martin Poppe ist im Verlag Springer Vieweg erschienen und kostet 9,99 Euro. Weitere Informationen finden sich unter www.fh-muenster.de/el-labor.

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