Ihlemann Braunschweiger Elektronikdienstleister meldet Umsatzwachstum für Geschäftsjahr 2008

Redakteur: Claudia Mallok

Der Braunschweiger Anbieter von Electronic Manufacturing Services Ihlemann AG hat seinen Umsatz in den letzten fünf Jahren um 40% auf zuletzt über 39 Mio. Euro erhöht. Gleichzeitig wurden pro Jahr ca. 900.000 Euro in Ausrüstung und Prozessoptimierungen investiert.

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„Wir können unsere laufenden Investitionen zu fast 100 Prozent aus eigenen Mitteln finanzieren“, Bernd Richter, Vorstand der Ihlemann AG
„Wir können unsere laufenden Investitionen zu fast 100 Prozent aus eigenen Mitteln finanzieren“, Bernd Richter, Vorstand der Ihlemann AG
( Archiv: Vogel Business Media )

Die Ihlemann AG richtet sich mit über 200 Mitarbeitern vor allem an mittelständische Unternehmen mit besonders hohen Ansprüchen an die Fertigung hochwertiger und technisch komplexer Baugruppen. „Wir konnten beweisen, dass die Elektronikfertigung in Deutschland mit sehr hoher Qualität auch zu einem attraktiven Preis möglich ist“, berichtet Bernd Richter, Vorstand der Ihlemann AG. Das Unternehmen sieht sich auch gegenüber Wettbewerbern aus Asien gut aufgestellt, weil die Prozesskette effektiver, die Wege kürzer und die Materialkosten niedrig gehalten werden konnten.

Mit Präsenzen in Asien sorgt der Dienstleister für eine kostengünstige Materialbeschaffung und lässt ausgesuchte Komponenten wie Gehäuseteile, Steckverbinder oder komplette Kabelsätze dort fertigen und qualitätssichern. Die qualitativ anspruchsvollere Endmontage erfolgt weiterhin in Deutschland.

Kontinuierliche Investitionen und finanzielles Polster

Aus Sicht der Ihlemann AG unterscheiden sich die Preise von EMS-Anbietern in Asien, Osteuropa oder Deutschland nur unwesentlich, da die Kosten für die moderne automatisierte Bestückung international gleich sind. Der Dienstleister aus Braunschweig hat deshalb in den letzten fünf Jahren jährlich ca. 900.000 Euro in die moderne Ausstattung investiert, um einen hohen Qualitätsstandard, eine fehlerfreie Bestückung und eine hohe Flexibilität auch für kleine Serien zu gewährleisten. Für eine geringe Fehler- und Rücklaufquote sorgen eine automatische optische Inspektion (AOI) bei 100% Prozent der Leiterplatten und Röntgenprüfung von BGA-Lötstellen.

Anforderungen an die finanzielle Solidität der Lieferanten haben bei OEMs einen größeren Stellenwert erhalten, so Bernd Richter: „Wir sind in der glücklichen Lage, auch unsere laufenden Investitionen zu fast 100 Prozent aus eigenen Mitteln finanzieren zu können. Das wird im Moment hoch gewichtet.“ Außerdem würden Kunden erwarten, dass das Preis-Leistungsverhältnis kontinuierlich gut ist und nicht nur durch kurzfristige Billig-Angebote und anschließenden versteckten Nebenkosten bestimmt wird.

Ihlemann sieht sich auch für die aktuellen Anforderungen gut vorbereitet, da die Gesamtkosten niedrig gehalten und die internen Prozesse weiter optimiert werden konnten. Bernd Richter: „OEMs erwarten bei niedrigen Preisen immer kürzere Reaktionszeiten. Darüber hinaus gewinnen Leistungen an Bedeutung wie die komplette Lieferung ‚vom Prototyp bis zur Serie’ und die jahrelange Erfahrung mit fehlersensiblen Produkten, z.B. für die Medizintechnik.“

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