Organische und gedruckte Elektronik: Positiver Trend setzt sich fort

| Redakteur: Dr. Anna-Lena Gutberlet

Die OE-A Geschäftsklimaumfrage prognostiziert für 2020 ein Umsatzplus von 10 % für die Branche. Für dieses Jahr wird ein Plus von 9 % erwartet.
Die OE-A Geschäftsklimaumfrage prognostiziert für 2020 ein Umsatzplus von 10 % für die Branche. Für dieses Jahr wird ein Plus von 9 % erwartet. (Bild: OE-A)

Auf der LOPEC 2019 wurde die aktuelle Geschäftsklimaumfrage der OE-A veröffentlicht: Mit einem prognostizierten Umsatzwachstum von 9 % können die OE-A Mitglieder positiv ins Jahr 2019 blicken.

In der Branche der organischen und gedruckten Elektronik stehen die Zeichen weiter auf Wachstum, dies zeigt die aktuelle Geschäftsklimaumfrage der OE-A (Organic and Printed Electronics Association). 73 Prozent der Umfrage-Teilnehmer erwarten, dass die Branche sich im kommenden Jahr weiter positiv entwickeln wird. Die Ergebnisse der bereits zum neunten Mal durchgeführten Umfrage wurden vom neu gewählten OE-A Vorsitzenden Stan Farnsworth der internationalen Presse auf der LOPEC 2019, Internationale Fachmesse und Kongress für gedruckte Elektronik, vorgestellt.

Positiver Trend spiegelt sich in F&E-Aktivitäten wider

Mit einem prognostizierten Umsatzwachstum von 9 % wird 2019 ein sehr erfolgreiches Jahr für die OE-A Mitglieder. Dieses erwartete Wachstum ist drei Prozentpunkte höher als die Prognosen vom Herbst 2018. Stan Farnsworth dazu: „Die OE-A-Mitglieder und damit die gedruckte Elektronikindustrie sind überzeugt, dass es in diesem Jahr ein starkes Wachstum geben wird“.

Für das Folgejahr wird weltweit eine Fortsetzung des positiven Trends in der Branche der organischen und gedruckten Elektronik erwartet. Der Umsatz soll 2020 um 10 Prozent wachsen.

Die positiven Umsatzaussichten für das Jahr 2019 spiegeln sich auch in weiteren Ergebnissen wider: Forschung und Entwicklung verzeichnen ein enormes Wachstum, etwa drei Viertel der teilnehmenden OE-A-Mitglieder planen den Ausbau der F&E-Aktivitäten innerhalb der nächsten sechs Monate. Darüber hinaus bleiben laut den Befragten die Investitionen in die Produktion sowie die Beschäftigungssituation in der organischen und gedruckten Elektronikindustrie stabil.

(3D-)gedruckte Elektronik immer wichtiger in Automobil- und Unterhaltungselektronik

Dünn, leicht und flexibel sind Eigenschaften, die die organische und gedruckte Elektronik auszeichnen. Diese Vorzüge ermöglichen neue Anwendungen in zahlreichen Bereichen. Zielbranchen der OE-A Mitglieder sind zum Beispiel Verpackung, Beleuchtung, Energie, Medizintechnik und Pharma, insbesondere aber Unterhaltungselektronik und Automobil. Besonderes bei den letzteren Beiden spielt die Elektronik eine immer wichtigere Rolle.

„Ein wichtiger Trend in der Automobilindustrie ist die Tendenz, dass Kraftfahrzeuge ‚intelligenter‘ werden und immer mehr Informationsschnittstellen zum Fahrer oder Beifahrer haben, bei gleichzeitig geringem Gewicht und geringem Bauraum", sagt Stan Farnsworth. Da mehr Bedienfunktionen, einschließlich des Fahrens selbst, von Bordcomputern ausgeführt werden, wird der (Bei)Fahrer noch mehr Interaktion mit den Informations- und Unterhaltungssystemen im Auto haben.

„Die Elektronik geht in die dritte Dimension, auch ‚3D Structural Electronics‘ genannt. Dies ist ein neuer Ansatz für die Integration von Elektronik in das Fahrzeugdesign. Die Komplexität mehrteiliger Baugruppen wird reduziert, Taster und Schalter werden durch vollintegrierte Designs ersetzt ", so Stan Farnsworth weiter.

„Der Trend geht hin zur nahtlosen Integration dieser Schnittstellen in die Innenverkleidung moderner Autos. So können dank gedruckter Elektronik Touchoberflächen oder Displays harmonisch integriert werden.

Im Bereich der Unterhaltungselektronik sind faltbare Displays und Smartphones die aktuell neueste Innovation. „OE-A-Mitglieder spielen dabei eine Schlüsselrolle, da sie die erforderlichen Materialien, Geräte und Technologien liefern, um beispielsweise das OLED-Display zu verkapseln", erklärt Stan Farnsworth.

Dies zeigte sich auch auf der LOPEC 2019, wo sich viele Endanwender u.a. aus den Bereichen Wearables, Automobil und Unterhaltungselektronik über die neuesten Trends auf der Messe und Konferenz informierten.

Im Rahmen der halbjährlichen Geschäftsklimaumfrage erhebt die OE-A, eine Arbeitsgemeinschaft im VDMA, ein Stimmungsbild seiner internationalen Mitglieder – vom Materialhersteller bis zum Endanwender – hinsichtlich Umsatz, Auftragseingang, Investitionen und Beschäftigung.

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