Erste Entspannung im Handelsstreit zwischen den USA und China?

| Redakteur: Julia Schmidt

Das Treffen der beiden Präsidenten der USA und China am Rande des Gipfels der führenden Wirtschaftsmächte (G20) in der argentinischen Hauptstadt wird mit Spannung erwartet, weil der Handelskrieg der beiden größten Volkswirtschaften zunehmend auch eine Gefahr für die Weltwirtschaft wird.
Das Treffen der beiden Präsidenten der USA und China am Rande des Gipfels der führenden Wirtschaftsmächte (G20) in der argentinischen Hauptstadt wird mit Spannung erwartet, weil der Handelskrieg der beiden größten Volkswirtschaften zunehmend auch eine Gefahr für die Weltwirtschaft wird. (Bild: Clipdealer)

Im Vorfeld des G20-Gipfel in Buenos Aires hatte US-Präsident Trump seine Postion bekräftigt und zeigte sich weiter unnachgiebig. Nun kam es offenbar beim Treffen der beiden Staatschefs am Rande des Gipfels doch zu einem ersten Entgegenkommen auf beiden Seiten.

Im Handelsstreit mit den Vereinigten Staaten hat sich China nach den Worten von US-Präsident Donald Trump zu einem Entgegenkommen bei Autozöllen bereit erklärt. Die Volksrepublik habe eingewilligt, Zölle auf Autoimporte aus den USA zu senken und zu beseitigen, teilte Trump am Sonntagabend (Ortszeit) auf Twitter mit. Gegenwärtig liege der Zollsatz bei 40 Prozent.

Am Wochenende hatten die beiden größten Volkswirtschaften der Welt beim G20-Gipfel in Buenos Aires eine weitere Eskalation in ihrem erbittert geführten Handelskrieg vorerst abgewendet. Trump setzte der chinesischen Seite aber eine 90-tägige Frist, um Konzessionen zu machen.

Meldung vom 29.11.18

Vor seinem Treffen mit dem chinesischen Staats- und Parteichef Xi Jinping auf dem G20-Gipfel in Buenos Aires hat sich US-Präsident Donald Trump im Handelskrieg mit China wenig kompromissbereit gezeigt. „Es ist noch ein langer Weg zurückzulegen“, schrieb Trump am Donnerstag auf Twitter und konnte dem Konflikt sogar Gutes abgewinnen: „Milliarden von Dollar strömen wegen der Zölle gegen China in die Staatskasse der USA.“ Den Firmen, die unter den Zöllen leiden, riet Trump, ihre Fabriken in die USA zu verlegen. „Wenn Unternehmen keine Zölle zahlen wollen – produziert in den USA.“

Das Treffen der beiden Präsidenten am Rande des Gipfels der führenden Wirtschaftsmächte (G20) in der argentinischen Hauptstadt wird mit Spannung erwartet, weil der Handelskrieg der beiden größten Volkswirtschaften zunehmend auch eine Gefahr für die Weltwirtschaft wird. Trump wirft China unfaire Handelspraktiken, mangelnden Marktzugang, zwangsweisen Technologietransfer und Diebstahl geistigen Eigentums vor. Er verhängte Sonderzölle auf rund die Hälfte der Importe aus China, worauf Peking mit Gegenmaßnahmen reagierte.

Kommt es in Buenos Aires nicht zu einer Einigung oder zumindest zu einem „Waffenstillstand“, droht Trump mit einer Erhöhung bereits bestehender Zölle und einer Ausweitung auf alle Einfuhren aus China im Wert von mehr als 500 Milliarden US-Dollar. China kann allerdings nicht im gleichen Umfang kontern, weil die Importe aus den USA im vergangenen Jahr nur 130 Milliarden US-Dollar ausmachten. (dpa)

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