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Smart City Bosch will aus Tianjin eine intelligente Stadt machen

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

China will kräftig in smarte Städte investieren: Dazu hat man sich Bosch ins Boot geholt. In einem ersten Schritt soll die Industriestadt Tianjin eine Smart City werden.

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Die nordchinesische Industriestadt Tianjin soll zu einer Smart City entwickelt werden und die Bosch-Gruppe ist daran beteiligt.
Die nordchinesische Industriestadt Tianjin soll zu einer Smart City entwickelt werden und die Bosch-Gruppe ist daran beteiligt.
(Bild: Bosch)

Wie lässt sich eine Stadt intelligent gestalten? China plant ein Vorzeigeprojekt einer smarten City und die Bosch-Gruppe ist daran beteiligt. Dazu wurde am 20. Juni in Frankfurt am Main ein Vertrag unterzeichnet, der die strategische Partnerschaft mit der nordchinesischen Stadt Tianjin besiegelt. Ziel ist es, gemeinsam Möglichkeiten auszuloten, um das Projekt „Smart Tianjin“ um zusetzen.

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Rund um das Delta von Peking, Tianjin und der Provinz Hebei plant China eine internationale Metropolregion. Mit mehr als 15 Mio. Einwohnern ist Tianjin Industriezentrum und ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt dieser Region. Die Stadtregierung hat daher die Initiative „Smart Tianjin“ gestartet. Bosch wird seine Lösungen auf die Bedürfnisse der Stadt individuell zuschneiden. Das Pilotprojekt dient als Blaupause für weitere Projekte in China. Um näher am Kunden zu sein, wird das Unternehmen vor Ort ein Projektbüro einrichten.

Ergebnisse aus verschiedenen Projekten

Bosch wird Know-how von bisherigen Smart-City-Projekten miteinfließen lassen. Dazu zählen Stadtprojekte in Singapur, San Francisco, Stuttgart, Berlin und am Hamburger Hafen. Für eine smarte Stadt bietet Bosch Lösungen in den Bereichen Mobilität, Energie, Gebäude, Sicherheit sowie E-Governance, also die digitale Stadtverwaltung. Im Umfeld der Mobilität sind das Umwelt-Monitoring, vernetztes Parken, Flottenmanagement, E-Mobilität und Intermodaler Transport, sprich die Verknüpfung von verschiedenen Verkehrsmitteln. Im Umfeld der Energie zählen virtuelle Kraftwerke, energieeffiziente Heizungs-, Warmwasser- und Kühlsysteme sowie Energiespeicher zum Angebot. Die Sicherheitslösungen umfassen Systeme für Brandschutz, Zutrittskontrolle und Videoüberwachung. Für Wohngebäude bietet Bosch Smart Home-Technik und vernetzte Hausgeräte.

Bosch seit 1909 in China

Die Bosch-Gruppe erzielte in China 2016 einen Umsatz von 12,5 Mrd. Euro – ein Umsatzwachstum von 12 Prozent in Euro und 19 Prozent in lokaler Währung gegenüber dem Vorjahr. Mit rund 59.000 Mitarbeitern hat Bosch in dem Land außerdem die größte Belegschaft außerhalb von Deutschland. Das Unternehmen ist in China bereits seit 1909 vertreten und heute mit allen vier Unternehmensbereichen an mehr als 60 Standorten präsent. Vor allem für das Geschäft mit der Vernetzung über das Internet der Dinge sieht die Bosch-Gruppe in China insgesamt großes Potential. Neben Smart City unter anderem auch in den Bereichen vernetzter Mobilität sowie Industrie 4.0.

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