Mikrosystemtechnik

Bosch übernimmt Spitzenplatz unter den MEMS-Herstellern

| Redakteur: Franz Graser

Am Vorabend des MEMS Executive Congress, der heuer in München stattfindet, meldet IHS, dass Bosch die Pole-Position unter den Herstellern von Mikrosensoren errungen hat.
Am Vorabend des MEMS Executive Congress, der heuer in München stattfindet, meldet IHS, dass Bosch die Pole-Position unter den Herstellern von Mikrosensoren errungen hat. (Bild: Bosch)

Wie die Marktforscher von IHS melden, ist Bosch 2013 zum weltgrößten Anbieter von mikroelektromechanischen Systemen avanciert. Laut IHS ist Bosch damit das erste Unternehmen, das in einem Jahr über eine Milliarde Dollar Umsatz mit MEMS erzielt hat.

Diese Meldung kommt einen Tag vor der Eröffnung des europäischen MEMS Executive Congress, der 2014 in München stattfindet. Nicht von ungefähr ist Klaus Meder, der Chef der Sparte Automotive Electronics von Bosch einer der Eröffnungsredner des diesjährigen Kongresses, der im Hotel Sofitel in unmittelbarer Nähe des Münchner Hauptbahnhofes abgehalten wird.

Der Umsatz im MEMS-Bereich bei Bosch ist im vergangenen Jahr um 26 Prozent gewachsen, und zwar von 794 Millionen Dollar auf eine Milliarde. Das Wachstum der Stuttgarter ist auf die umfangreiche Produktpalette von Sensoren für den Automobilmarkt zurückzuführen. Dazu zählen zum Beispiel Druck- oder Fließsendoren, Beschleunigungsmesser und Gyroskope.

„Bosch ist darüber hinaus bei Sensorkombinationen gut aufgestellt, die Beschleunigungsmesser und Gyroskope für Systeme zur Stabilitätskontrolle im Auto integrieren“, sagt Jeremie Bochaud, der leitende Analyst für den MEMS- und Sensorikbereich bei IHS. „Dazu kommt noch die wachsende Position im chinesischen Markt.“ Insgesamt kamen im vergangenen Jahr 74 Prozent des MEMS-Umsatzes von Bosch aus dem Automobilbereich.

Darüber hinaus sind die Stuttgarter auch führender Lieferant für Beschleunigungsmesser, die in Smartphones und Tablets eingebaut werden, so etwa für Apples iPhone. Gleichermaßen sind die Schwaben bei Drucksensoren für Samsung gut vertreten. Außerdem hat Bosch laut IHS damit begonnen, Sechs-Achsen-Trägheitsmesssysteme für Gyroskope und Beschleunigungsmesser für Sony, Samsung und HTC zu liefern.

Des einen Freud ist zum Teil auch des Wettbewerbers Leid: So hat Bosch laut IHS den früheren Marktführer STMicroelectronics als Lieferant für Beschleunigungsmesser für Apple abgelöst. Allerdings ist STM nach wie vor bei Samsung gut im Geschäft und alleiniger Zulieferer von Sechs-Achsen-Trägheitssystemen für das Top-Smartphone Galaxy S4 der Koreaner. Zudem wuchs das Segment der MEMS-Mikrofone bei STM im vergangenen Jahr um 56 Prozent, weil STMicroeelectronics seine Kudnenbasis entscheidend verbreitern konnte.

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Congrats für Bosch!!! Das erzählt warum mein Beschleunigungssensor im iPhone 5 besser und...  lesen
posted am 12.03.2014 um 08:12 von Unregistriert


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