Datenplattform Bosch startet Cloud für seine IoT-Services

Redakteur: Franz Graser

Bosch hat eine eigene Cloud für internetbasierte Dienste eingerichtet. In der IoT-Cloud betreibt das Unternehmen Anwendungen aus den Bereichen vernetzte Mobilität, vernetzte Industrie und Smart Buildings.

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Im Bosch-Werk in Stuttgart-Feuerbach analysiert ein Mitarbeiter die laufende Produktion mithilfe eines Tablet-Computers. Bosch sammelt zahlreiche Daten aus der Fertigung und wertet sie mithilfe von selbst entwickelter Software aus.
Im Bosch-Werk in Stuttgart-Feuerbach analysiert ein Mitarbeiter die laufende Produktion mithilfe eines Tablet-Computers. Bosch sammelt zahlreiche Daten aus der Fertigung und wertet sie mithilfe von selbst entwickelter Software aus.
(Bild: Bosch)

Der erste Cloud-Standort ist Deutschland. „Wir bieten ab sofort alle Trümpfe für die vernetzte Welt aus einer Hand. Die Bosch IoT Cloud ist das letzte Puzzleteil in unserer Softwarekompetenz. Wir sind jetzt ein Full-Service-Provider für Vernetzung und das Internet der Dinge“, sagte Bosch-Chef Dr. Volkmar Denner am Mittwoch auf der Konferenz „Bosch ConnectedWorld“ in Berlin.

Bosch ist nach eigenen Angaben das einzige Unternehmen weltweit, das auf allen drei Ebenen des Internets der Dinge aktiv ist. Die Bosch-Gruppe bietet Schlüsseltechniken wie Sensorik und Software für die Vernetzung an und entwickelt gleichzeitig darauf basierend neue Services.

„Wesentlicher Faktor für den Erfolg vernetzter Lösungen ist ihre Skalierbarkeit. Geschäftsmodelle müssen, wenn erforderlich, mit hoher Geschwindigkeit wachsen können. Mit der IoT-Cloud verfügt Bosch nun über die entsprechende Infrastruktur“, erklärte Denner, der in der Bosch-Geschäftsführung auch die Themen Forschung und Vorausentwicklung verantwortet.

Die IoT-Cloud besteht aus der technischen Infrastruktur sowie Plattform- und Softwareangeboten. Zunächst kommt die Cloud für eigene Lösungen des Technik- und Dienstleistungsunternehmens zum Einsatz. Ab 2017 steht sie auch anderen Unternehmen als Service zur Verfügung.

Zentraler Softwarekern der IoT-Cloud ist die unternehmenseigene IoT-Suite. Sie identifiziert internetfähige Dinge, orchestriert ihren Datenaustausch und ermöglicht eine Vielzahl an Services und Geschäftsmodellen. Big Data-Management ermöglicht die Analyse großer Datenmengen.

„Die Bosch-IoT-Suite ist das Gehirn der vernetzten Welt. Sie bietet alle Funktionen, um Geräte, Anwender und Unternehmen zu vernetzen“, so Denner. In der Bosch IoT Suite können Regeln für automatisierte Entscheidungen hinterlegt werden – wann zum Beispiel Maschinenzustände Verschleißmuster erkennen lassen, so dass präventiv eine Instandhaltung eingeleitet wird.

Bereits heute bauen viele Lösungen und Projekte von Bosch und seinen Kunden auf dieser Plattform auf. Mehr als fünf Millionen Geräte und Maschinen sind über die IoT-Suite schon vernetzt.

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Denner betonte die bewusste Entscheidung für den Cloud-Standort Deutschland. „Viele Unternehmen und Verbraucher nennen Sicherheitsbedenken als Hindernis für die Nutzung von Cloud-Technologien und Vernetzungslösungen. Unsere Cloud ist die Antwort darauf.“ Bosch betreibt die Cloud in einem eigenen Rechenzentrum nahe Stuttgart.

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