Wandel im Mobilitätssektor

Bosch: Quartalsbilanz und Strategie für Transformation

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„Die Kreativität unserer Ingenieure darf nicht politisch auf eine bestimmte Technologie beschränkt werden“, so Denner. Eine wesentliche Chance sieht der Bosch-Chef in der weiteren Optimierung des Verbrennungsmotors. Die ab Herbst 2017 gültigen RDE-Messverfahren (real driving emissions) werden zur weiteren Reduzierung der Stickoxid-Emissionen von Fahrzeugen beitragen.

Rund 300 RDE-Entwicklungsprojekte setzt Bosch derzeit um. Für Benziner befürwortet das Unternehmen schon länger den flächendeckenden Einsatz von Partikelfiltern. Auch die Vernetzung des Verkehrs kann zur Verbesserung der Luftqualität beitragen. Für den Großraum Stuttgart hat Bosch einen Assistenten für den intermodalen Verkehr entwickelt. 2018 wird das von Bosch entwickelte Community-based Parking in Serie gehen.

Elektrifizierung der Mobilität: Strom und Sprit im Mix

Mit großem Aufwand treibt Bosch zudem den Wandel hin zum elektrischen Fahren voran. Eine neue Geschäftseinheit für Elektromobilität bündelt alle Aktivitäten in diesem Bereich. Zusätzlich zu Milliardeninvestitionen für die Weiterentwicklung von Verbrennungsmotoren investiert das Unternehmen

jährlich rund 400 Millionen Euro in den Durchbruch der Elektromobilität.

Schwerpunkt sind dabei Forschung und Entwicklung im Bereich der Batterie. Bosch forscht sowohl an aktuellen als auch an künftigen Zelltechnologien. Mehr als 30 Serienprojekte zur Elektromobilität hat das Unternehmen bereits realisiert. 2016 kamen allein in China, dem größten Markt für Elektromobilität, elf weitere dazu.

Ab Anfang 2018 bietet der neue Bosch-Geschäftsbereich Powertrain Solutions mit 88 000 Mitarbeitern alle Technologien für den Antriebsstrang aus einer Hand. „Ob Sprit oder Strom, Bosch bringt auch in Zukunft Energie in den Antrieb. Wir sind und wollen für unsere Kunden Entwicklungs- und

Technologiepartner Nummer eins bleiben“, so Denner.

Die Automatisierung der Mobilität: Der rollende Butler

Technische Fortschritte und geschäftliche Erfolge erzielt Bosch auch bei der Automatisierung des Fahrens. 2016 hat das Unternehmen erstmals mehr als eine Milliarde Euro mit Fahrerassistenzsystemen umgesetzt und Aufträge im Wert von 3,5 Milliarden Euro akquiriert. In Summe will Bosch mit Fahrerassistenzsystemen 2017 deutlich schneller wachsen als der Markt, für den 30 Prozent Wachstum prognostiziert werden.

Zwischenzeitlich beschäftigen sich bei Bosch rund 3.000 Entwickler mit dem automatisierten Fahren, 500 mehr als im Vorjahr. Gemeinsam mit Daimler treibt Bosch das vollautomatisierte und fahrerlose Fahren im urbanen Umfeld voran. Anfang der kommenden Dekade sollen Fahrzeuge in Städten vollkommen autonom fahren.

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