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Mobile World Congress Barcelona Bosch macht das Auto zur dritten Lebensumgebung

| Redakteur: Benjamin Kirchbeck

Mein Haus, mein Arbeitsplatz, mein Auto: Die Vernetzung macht das Auto neben der eigenen Wohnung und dem Arbeitsplatz zur dritten Lebensumgebung. Wie das aussehen könnte, zeigt Bosch auf dem Mobile World Congress (MSC) 2017 in Barcelona.

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Bosch präsentiert auf dem MWC 2017 ein neues Konzeptfahrzeug. Die Vernetzung macht das Auto neben Wohnung und Arbeitsplatz zur dritten Lebensumgebung.
Bosch präsentiert auf dem MWC 2017 ein neues Konzeptfahrzeug. Die Vernetzung macht das Auto neben Wohnung und Arbeitsplatz zur dritten Lebensumgebung.
(Bild: Bosch)

Bis 2022 soll der weltweite Markt für vernetzte Mobilität um jährlich fast 25 Prozent wachsen. Schon in wenigen Jahren werden Autos zum aktiven Teil des IoT und können mit anderen Verkehrsmitteln oder dem Smart Home kommunizieren. Doch wie sieht das Autofahren der Zukunft aus?

Bosch zeigt es auf dem MWC 2017 mit einem Konzeptfahrzeug. Die Vernetzung macht das Auto neben Wohnung und Arbeitsplatz zur dritten Lebensumgebung. Mithilfe einer personalisierten Kommunikation zwischen Auto und Fahrer lassen sich die immer leistungsfähigeren und umfassenderen Services auch in Zukunft sicher bedienen.

Zudem bietet das automatisierte Fahren künftig immer häufiger Zeit für andere Tätigkeiten: Der Fahrer kann dann zum Beispiel E-Mails schreiben oder seine Lieblingsserie per Videostream anschauen. Im neuen Konzeptfahrzeug präsentiert Bosch unterschiedliche Innovationen: Die Driver Monitor Camera ermöglicht eine schnelle Gesichtserkennung und Personalisierung, sobald der Fahrer eingestiegen ist.

Sofort stellt das Auto beispielsweise Lenkrad, Spiegel, Innenraumtemperatur und Radiosender auf die individuellen Vorlieben ein. Während der Fahrt erhöht die Fahrerzustandserkennung zudem die Sicherheit: Droht der Fahrer einzuschlafen oder ist er stark abgelenkt, kann das Auto warnen und so kritische Situationen vermeiden.

Das Konzeptfahrzeug zeigt außerdem erstmals eine Gestenbedienung mit haptischer Rückmeldung. Die Technik nutzt Ultraschallsensoren, durch die der Fahrer einerseits spürt, ob seine Hand im richtigen Bereich ist, und andererseits eine Rückmeldung zur ausgeführten Geste erhält. Durch den Touchscreen mit haptischem Feedback fühlen sich die dargestellten Tasten auf dem Touchscreen wie realistische Knöpfe an.

Die Orientierung beim Bedienen von Infotainment-Anwendungen ist oft auch ohne hinzusehen möglich. Der Blick kann dadurch wesentlich häufiger auf der Straße bleiben – die Sicherheit steigt. Das Konzeptfahrzeug zeigt erstmals im Cockpit integrierte OLED-Displays (organische Leuchtdiode – organic light emitting diode), die eine kristallklare Anzeige ermöglichen.

Ein Mirror-Cam-System ersetzt die beiden Außenspiegel. Die Videosensoren lassen sich im Fahrzeuginterieur integrieren, die Anzeige erfolgt über Displays nahe der A-Säulen rechts und links. Die digitale Technik ermöglicht darüber hinaus eine situationsbezogene Darstellung.

So geht bei Fahrten auf der Autobahn der Blick weiter nach hinten, während in der Stadt ein möglichst großer Blickwinkel mehr Sicherheit gibt. Ein erhöhter Kontrast verbessert die Sicht bei Nachtfahrten.

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