Suchen

Kostensenkung Bosch kündigt Einsparungen am Standort Reutlingen an

| Redakteur: Franz Graser

Wie die Stuttgarter Zeitung berichtet, wird es am Bosch-Standort in Reutlingen (Baden-Württemberg) zu deutlichen Einsparungen kommen. Die Geschäftsleitung will die Kosten demnach um 220 Millionen Euro pro Jahr senken.

Die Bosch-Halbleiterfabrik in Reutlingen wurde im März 2010 eingeweiht.
Die Bosch-Halbleiterfabrik in Reutlingen wurde im März 2010 eingeweiht.
(Bild: Bosch)

Die Stuttgarter Zeitung bezieht sich auf ein Schreiben des Betriebsrates, das dem Blatt zugeleitet wurde. Darin ist von einer Kostensenkung von 20 Prozent die Rede. In der Summe entspricht dies einer Größenordnung von 220 Millionen Euro pro Jahr.

Diese Einsparungen sollen durch Kürzungen der Erfolgsprämien und der Schichtzulagen erreicht werden. Von einem Abbau oder der Verlagerung von Arbeitsplätzen ist jedoch bis jetzt nicht die Reden. Die Zeitung berichtet jedoch von einer Verunsicherung der Beschäftigten. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen heute durch den Betriebsrat informiert werden.

In Reutlingen betreibt der Technologiekonzern das Hauptwerk für die Automobilelektronik sowie eine Halbleiterfertigung. An beiden Fertigungsstätten sind insgesamt rund 8000 Menschen beschäftigt. In seiner Chipfabrik in Reutlingen fertigt Bosch heute täglich rund 1,5 Millionen ASICs sowie vier Millionen MEMS-Sensoren auf Basis der 150- und 200-Millimeter-Technologie.

Erst Mitte Juni hatte Bosch Details über seine geplante Halbleiterfabrik in Dresden bekanntgegeben, die im Jahr 2021 ihre Arbeit aufnehmen soll.

(ID:44758094)