Bosch kündigt Abbau von weiteren 600 Stellen an

| Autor / Redakteur: dpa / Julia Schmidt

Baden-Württemberg, Schwäbisch Gmünd: Mit Transparenten stehen Mitarbeiter des Autozulieferers Bosch bei einer Protestaktion vor einem Werk. Sie wollen damit gegen einen geplanten Stellenabbau protestieren.
Baden-Württemberg, Schwäbisch Gmünd: Mit Transparenten stehen Mitarbeiter des Autozulieferers Bosch bei einer Protestaktion vor einem Werk. Sie wollen damit gegen einen geplanten Stellenabbau protestieren. (Bild: Jonas Silbernagel/dpa)

Wegen des rückläufigen Automarkts treibt Bosch seine Kürzungsmaßnahmen konsequent weiter. Deutschlandweit sollen im Bereich Automotive Electronics bis Ende 2022 rund 600 weitere Stellen abgebaut werden.

Die Stellenstreichungen beim Autozulieferer Bosch gehen weiter. Deutschlandweit sollen im Geschäftsbereich Automotive Electronics bis Ende 2022 rund 600 Stellen abgebaut werden, wie eine Sprecherin am Donnerstag sagte. Betroffen ist vor allem der Standort Reutlingen mit 500 Stellen. Die übrigen verteilen sich vor allem auf das fränkische Ansbach und Salzgitter in Niedersachsen. Das Unternehmen reagiere damit auf den rückläufigen Automarkt, hieß es.

„Bosch erwartet bei der weltweiten Automobilproduktion 2019 ein Minus von sechs Prozent auf rund 91 Millionen Fahrzeuge“, sagte Bereichsvorstand Andreas Fischer. „Diese Entwicklungen wirken sich auch auf unser Geschäft aus.“ Ziel sei nun ein sozialverträglicher Abbau der Stellen über Altersteilzeit, Vorruhestandsregelungen und Abfindungen auf freiwilliger Basis. Darüber solle nun mit den Arbeitnehmervertretern verhandelt werden. Betriebsbedingte Kündigungen sind in Reutlingen bis 2025 ausgeschlossen.

Die IG Metall warf Bosch dennoch Wortbruch vor. Trotz der vereinbarten Beschäftigungssicherung habe das Unternehmen nun einen gravierenden Personalabbau angekündigt.

Bosch hat in den vergangenen Wochen immer wieder neue Stellenabbaupläne für einzelne Standorte aus dem Automobilbereich angekündigt. Mit der jüngsten Ankündigung geht es nun insgesamt bereits um rund 3500 Arbeitsplätze. (dpa)

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