Afrika kommt

Bosch fördert afrikanische Nachwuchskräfte – eine Initiative der deutschen Wirtschaft

| Redakteur: Thomas Kuther

Mit der Initiative „Afrika kommt!“ setzt Bosch und 16 weitere Unternehmen auf afrikanischen Führungsnachwuchs. Schirmherr Bundespräsident Joachim Gauck lobte das Programm bei einem Empfang für die Teilnehmer in Berlin.
Mit der Initiative „Afrika kommt!“ setzt Bosch und 16 weitere Unternehmen auf afrikanischen Führungsnachwuchs. Schirmherr Bundespräsident Joachim Gauck lobte das Programm bei einem Empfang für die Teilnehmer in Berlin. (Bild: Bosch)

Ein Zeichen für Afrika: Mit der Initiative „Afrika kommt!“ setzt Bosch mit 16 weiteren Unternehmen auf afrikanischen Führungsnachwuchs. Die Unternehmen bieten 21 jungen Talenten aus Subsahara-Afrika eine einjährige Weiterbildung in Form eines Stipendiums in Deutschland an.

Die afrikanischen Stipendiaten können während ihres Aufenthalts ihr persönliches Netzwerk erweitern, an Weiterbildungsangeboten teilnehmen, Deutschland kulturell kennen lernen und so ihre internationale Erfahrung ausbauen. Intensive Sprachtrainings begleiten die anschließende neunmonatige fachliche Weiterbildung in den beteiligten Unternehmen. Programmbegleitend werden sowohl die Robert Bosch Stiftung mit Schwerpunkt „Bildung und bürgerschaftliches Engagement“ in Stuttgart als auch die Zeit-Stiftung mit dem Schwerpunkt „Medien und Kultur“ in Hamburg ein ausgedehntes Wochenendprogramm bieten.

Bundespräsident Joachim Gauck ist Schimherr

Die afrikanischen Stipendiaten können dank der Initiative „Afrika kommt ihr persönliches Netzwerk in Deutschland erweitern, an Weiterbildungsangeboten teilnehmen und so ihre internationale Erfahrung ausbauen.
Die afrikanischen Stipendiaten können dank der Initiative „Afrika kommt ihr persönliches Netzwerk in Deutschland erweitern, an Weiterbildungsangeboten teilnehmen und so ihre internationale Erfahrung ausbauen. (Bild: Bosch)

Schirmherr Bundespräsident Joachim Gauck lobte die Initiative bei einem Empfang für die afrikanischen Führungsnachwuchskräfte in Berlin. Sie ergänze die klassische Entwicklungszusammenarbeit durch persönliche Kontakte und betriebliches Miteinander zugunsten der wirtschaftlichen Entwicklung in den afrikanischen Ländern selbst. Die Initiative wird im Rahmen des Afrikakonzepts der Bundesregierung vom Auswärtigen Amt und den deutschen Botschaften in Subsahara-Afrika begleitet.

Der Initiator von „Afrika kommt!“ ist Tilman Todenhöfer, Geschäftsführender Gesellschafter der Robert Bosch Industrietreuhand KG. „Unser Ziel ist es, den Austausch zwischen den afrikanischen Nachwuchsführungskräften und den Wirtschaftsunternehmen zu fördern und voneinander zu lernen“, so Todenhöfer. Dies biete eine wichtige Grundlage für den Ausbau der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Europa und Afrika. „Wir wollen eine dauerhafte Kooperation etablieren, die für beide Seiten erfolgreich ist.“

Steigende Bewerberzahlen

Für den dritten Jahrgang 2013 gingen mehr als 3 000 Bewerbungen hochqualifizierter Nachwuchskräfte ein. Aus einer anspruchsvollen Vorauswahl von 85 Kandidaten aus 17 Ländern Afrikas wurden 21 Stipendiaten ausgewählt. „Die Unterstützung des Bundespräsidenten aber auch die steigenden Bewerberzahlen und vor allem die hohe Qualität der Bewerbungen

ermutigen uns, das Programm fortzusetzen“, so Todenhöfer. „Afrika bietet trotz aller politischen und wirtschaftlichen Herausforderungen große Chancen, insbesondere für global orientierte Unternehmen. Wir müssen die Chancen nutzen.“

Frauen und Männer aus den Bereichen Finanzen, Marketing sowie Ingenieur- und Naturwissenschaften

Unter den Teilnehmern aus Äthiopien, Ghana, Kamerun, Kenia, Mosambik, Nigeria, Simbabwe, Südafrika und Tansania sind Frauen und Männer aus den Bereichen Finanzen, Marketing oder auch Ingenieur- und Naturwissenschaften. Sie haben eine mehrjährige Berufserfahrung und waren teilweise in leitenden Positionen in ihren Heimatländern tätig.

Kelechi Udeozor (28) aus Nigeria ist einer von Ihnen: Er wird ab Oktober 2013 neun Monate bei Bosch in Karlsruhe im Geschäftsbereich Automotive Aftermarket Erfahrungen sammeln. Ende Juni 2014 reisen die Teilnehmer wieder in ihre Heimatländer zurück. Die Initiative ist insgesamt langfristig angelegt: Die Nachwuchsführungskräfte haben die Möglichkeit, einem Alumni-Netzwerk beizutreten, um untereinander und mit den beteiligten Unternehmen im aktiven Austausch zu bleiben. Im Frühjahr 2015 findet ein zweiwöchiges Nachtreffen in Deutschland statt.

Zur Initiative „Afrika kommt“

Die Initiative „Afrika kommt!“ wurde 2008 von 19 deutschen Unternehmen zusammen mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) gestartet. Seitdem haben 37 Teilnehmer das Programm absolviert. Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH plant, organisiert und bewertet das Programm. Die Unternehmen tragen die anfallenden Kosten des Programms. Die Nachwuchsführungskräfte aus der Region Subsahara-Afrika, zu der 49 von 54 afrikanischen Staaten gehören, erhalten für die Aufenthaltsdauer ein Stipendium, das ihre Lebenshaltungskosten deckt.

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Schreiben Sie uns hier Ihre Meinung ...
(nicht registrierter User)

Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
Kommentar abschicken
copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 42251329 / Karriere)