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Bosch bündelt alle Aktivitäten zu Fahrzeugelektronik und -software

| Autor / Redakteur: dpa / Sebastian Gerstl

Vom Multimedia-System über die Motorsteuerung bis hin zum automatisierten Fahren: Bosch führt sämtliche Bereiche, die mit Fahrzeugelektronik und -software zu tun haben, unter einem Dach zusammen. Zu dem neuen Geschäftsbereich „Cross-Domain Computing Solutions“ gehören ab 2021 rund 17 000 Mitarbeiter in mehr als 20 Ländern weltweit.

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Bosch bündelt alle Aktivitäten zu Fahrzeugelektronik und -software in einem neu geschaffenen Geschäftsbereich. „Software bestimmt künftig maßgeblich die Fähigkeiten und Eigenschaften von Fahrzeugen. Sie sorgt dafür, dass Autos immer smarter werden und liefert Autofahrern einen erlebbaren Mehrwert,“ sagt Harald Kröger, Geschäftsführer in der Mobilitätssparte der Robert Bosch GmbH.
Bosch bündelt alle Aktivitäten zu Fahrzeugelektronik und -software in einem neu geschaffenen Geschäftsbereich. „Software bestimmt künftig maßgeblich die Fähigkeiten und Eigenschaften von Fahrzeugen. Sie sorgt dafür, dass Autos immer smarter werden und liefert Autofahrern einen erlebbaren Mehrwert,“ sagt Harald Kröger, Geschäftsführer in der Mobilitätssparte der Robert Bosch GmbH.
(Bild: Bosch)

Alles einzeln in voneinander getrennten Bereichen zu entwickeln, komme angesichts der stetig wachsenden Bedeutung der Elektronik und der Software bei der Fahrzeugentwicklung an Grenzen, hieß es. Die neue Struktur soll nun dabei helfen, die Komplexität der Systeme zu reduzieren - etwa indem kleine Hochleistungsrechner die Aufgaben bündeln, für die sonst etliche einzelne, unabhängig voneinander entwickelte und betriebene Steuergeräte nötig wären. Zudem sollen neue Entwicklungen schneller auf die Straße gebracht werden können.

„Kernaufgabe von Cross-Domain Computing Solutions wird es sein, die Komplexität der Elektroniksysteme beherrschbar und darüber hinaus so sicher wie möglich zu machen“, sagte Bosch-Geschäftsführer Harald Kröger, der den neuen Geschäftsbereich verantworten wird. Der Technologiekonzern hatte vor einigen Monaten bereits die komplette Fertigung der Fahrzeugelektronik zusammengelegt. Dort arbeiten weltweit rund 24 000 Menschen.

Den gesteigerten Anforderungen an Softwareentwicklung begegnen

Bosch geht davon aus, dass der Markt für sogenannte softwareintensive Elektroniksysteme bis 2030 jährlich um 15 Prozent wachsen wird. Softwareintensiv nennt man Systeme, deren Funktionen ganz wesentlich von der Software abhängen. Etwa 100 Millionen Zeilen Software-Code steckten in heutigen Autos, hieß es. Um sie automatisiert fahren zu lassen, seien 300 bis 500 Millionen nötig.

Angesichts der stetig wachsenden Bedeutung der Softwareentwicklung haben inzwischen auch Unternehmen aus dem klassischen IT-Bereich die Autobranche für sich entdeckt und machen den traditionellen Zulieferern Konkurrenz. Daimler etwa hatte erst vor rund einem Monat eine umfassende Zusammenarbeit mit dem US-Konzern Nvidia angekündigt, der einst mit Grafikkarten bekannt geworden war.

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