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BMW und Micron entwickeln gemeinsam Automotive-Speicherlösungen in München

Redakteur: Michael Eckstein

Speicherspezialist Micron und Premium-Autobauer BMW wollen gemeinsam Speichertechnologien entwickeln, die auf die hohen Anforderungen in Fahrzeugen zugeschnitten sind. Test und Entwicklung der Komponenten sollen am Münchener Micron-Standort erfolgen.

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Informationsflut: Der Speicherbedarf in Automobilen wächst rasant. Micron und BMW kooperieren, um Speichertechnologien zu entwickeln und zu testen.
Informationsflut: Der Speicherbedarf in Automobilen wächst rasant. Micron und BMW kooperieren, um Speichertechnologien zu entwickeln und zu testen.
(Bild: © 2012 Micron Technology, Inc.)

Micron und die BMW Group wollen in der bayerischen Landeshauptstadt gemeinsam Speicherlösungen für Automotive-Anwendungen entwickeln und testen. Das haben beide Unternehmen auf der Elektronikmesse electronica bekannt gegeben.

Speicherchips und Storage-Lösungen sind Schlüsselkomponenten in modernen Autokonzepten. Der Anteil der Elektronik je Fahrzeug wächst rasant, zudem kommt immer mehr Sensorik und Edge-Intelligence zum Einsatz. Beispiele sind die immer umfassenderen Infotainmentsysteme und ADAS-Technologien (Advanced Driver Assistance Systems). Beide spielen eine wichtige Rolle bei der Verwirklichung selbstfahrender, zunehmend autonomer Autos.

Entwicklung und Test der Speicherlösungen bei Micron in München

Dies führt zu einem enorm steigenden Datenaufkommen. Und diese Daten wollen verarbeitet, gespeichert und übertragen werden. Daraus folgt, dass der Speicherbedarf je Fahrzeug ebenfalls rasant zunimmt. Gleichzeitig stellt die Automobilanwendung sehr hohe Anforderungen an Halbleiterkomponenten. So müssen diese auch bei hohen Temperaturen einwandfrei funktionieren, eine hohe Lebensdauer haben, grundsätzlich sehr robust und in hohen Stückzahlen verfügbar sein.

Nun haben Micron und die BMW Group bekannt gegeben, dass sie ihre bestehenden Anstrengungen zum Entwickeln und Testen von automobilen Speicherlösungen im Münchener Standort von Micron konzentrieren und intensivieren wollen. Mit dem Test Automation Framework der BMW Group als Car-Emulator-Plattform wollen die beiden Unternehmen gemeinsam Speicher- und Storage-Lösungen für Automotive-Plattformen der nächsten Generation definieren und validieren. Die Zusammenarbeit wird die Expertise von Micron in den Bereichen Speicher- und Storage-Technologie sowie sein breites Portfolio an DRAM-, NAND- und NOR-Technologien, einschließlich LPDRAM-, e.MMC-, UFS- und SSD-Speicherlösungen, nutzen.

BMW will Fahrerlebnis im Automobil der Zukunft steigern

Micron sieht sich als bewährten Speicherpartner der Automobilhersteller und „ist sich der Bedeutung der Validierung und Prüfung neuer automobiler Speichertechnologien auf Robustheit und Zuverlässigkeit bewusst – bevor sie auf den Markt kommen“, sagt Giorgio Scuro, Vice President der Automotive Division von Micron. Schließlich müssten Automotive-Speicherlösungen strenge Anforderungen an Qualität, Zuverlässigkeit und Compliance erfüllen. BMW hingegen schätzt die Nähe des Münchener Micron-Standorts und erwartet, mithilfe der Kooperation die Fahrerlebnisses im Automobil der Zukunft steigern können.

„Die Integration neuer Funktionen und Fähigkeiten in fortschrittliches Infotainment im Fahrzeug, kurz: IVI, und ADAS, wie Spracherkennung, Handbewegungen und Bilderkennung, führen zu einem explosionsartigen Wachstum sowohl des flüchtigen als auch des nichtflüchtigen Speichers, der in Fahrzeuge eingebettet ist und die Intelligenz am Rande beschleunigt“, prognostiziert Scuro. Die jetzt vorgestellte gemeinsame Initiative unterstreiche die Bedeutung der langjährigen Zusammenarbeit mit Partnern aus der Automobilindustrie und beweise Microns Kompetenz, „innovative automobilen Speichertechnologien auf den Markt zu bringen.“

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